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Projektinfos  – Energieforschung konkret

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Abb. 1: Die neuartigen Kleinkühlschränke und Transportboxen benötigen weniger Energie als konventionelle Geräte.
© Zeo-Tech GmbH
Energieeffizientes Kühlverfahren für Kleingeräte
Projektinfo 16/2010
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Kühlgeräte mit Zeolith und Wasser

Wissenschaftler der Zeo-Tech GmbH in Unterschleißheim haben Gefrierboxen und Kleinkühlgeräte für den mobilen und den stationären Einsatz entwickelt, die in den jeweiligen Einsatzgebieten effizienter arbeiten sollen als die bisher eingesetzte Technik. Der auf Adsorption basierende Kälteprozess benötigt Wärme als Antriebsenergie und kann daher unterschiedliche Energiequellen nutzen. Gefrierboxen für den mobilen Einsatz werden bereits in der Praxis erprobt. Einmal an der Steckdose aufgeladen, lassen sie sich bis zu ihrem Einsatz verlustfrei lagern, um dann „auf Knopfdruck“ den Kühlprozess zu starten. Sie erreichen nach kurzer Abkühlzeit Tiefkühltemperaturen und halten diese über 24 Stunden.

Die aktive Kühlung ermöglicht längere Kühlzeiten als herkömmliche Boxen mit Eispacks oder PCM-Materialien. Gegenüber der Peltiertechnik, die einen kontinuierlichen Kühlbetrieb erlaubt, liegt der Vorteil in einer höheren Energieeffizienz und in der Unabhängigkeit von einer Stromquelle während der Kühlphase. Darüber hinaus erreichen Peltierelemente nur eine geringe Temperaturabsenkung, die für viele Einsatzzwecke insbesondere im Sommer nicht ausreicht.

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Aufbauend auf den Ergebnissen mit diesen transportablen Behältern, erweiterten die Forscher das Konzept auf den kontinuierlichen Betrieb für stationäre Kleinkühlgeräte. Vorteile sehen sie vor allem, wenn ein lautloser Betrieb erforderlich ist oder wenn nur Wärme als Antriebsenergie zur Verfügung steht. Bisher werden in solchen Fällen überwiegend Absorptionskältemaschinen mit geringer Energieeffizienz eingesetzt, die zudem mit gesundheitsschädlichem Ammoniak und Dichromat arbeiten. Die in dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekt entwickelten neuen Geräte arbeiten hingegen mit den umweltfreundlichen und natürlich vorkommenden Arbeitsstoffen Zeolith und Wasser. Gegenüber der Ammoniaktechnik wird zudem eine Effizienzsteigerung von mehr als 35% erreicht.

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