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Um einen Verbraucher mit 28 kWh Strom und 62 kWh Wärme zu versorgen, muss man in einem Blockheizkraftwerk 100 kWh Primärenergie einsetzen. Bei getrennter Erzeugung in einem Kondensationskraftwerk (mit Wirkungsgrad 35%) und einer Heizung fallen 153 kWh Primärenergie an. Im Vergleich spart also die KWK 35% Energie und verursacht 29% geringere CO2-Emissionen (abhängig von den verwendeten Brennstoffen).
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Das Prinzip Kraft- Wärme- Kopplung

Wird in einem Energieumwandler durch einen chemischen oder physikalischen Prozess Energie frei und wird diese sowohl für mechanische oder elektrische Arbeit als auch für Nutzwärme verwendet, spricht man von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Schwerpunkt dieses Infos sind die Kombination Strom/Wärme und die „kleineren“ Aggregate - die Blockheizkraftwerke. Eine allgemein gültige, exakte Definition dieser Bezeichnung gibt es nicht; hier sind damit Aggregate mit einer elektrischen Anschlussleistung unter 15 kW (Mikrogasturbinen bis 200 kW) gemeint.

Um die Energieeffizienz von KWK-Anlagen zu beschreiben, vergleicht man die Versorgung eines Objekts (z. B. eines Gebäudes) durch Strom und Wärme aus KWK mit einer alternativ möglichen Versorgung durch zwei separate Erzeugungssysteme. Verbraucher, die Strom und Wärme aus zwei getrennten Systemen beziehen, müssen zusätzlich zum Strombezug aus dem zentralen Kraftwerk (vgl. BINE basisEnergie Info Nr. 17 „Strom aus Gas und Kohle“) noch eine Heizanlage vor Ort betreiben. Hierbei gibt es große Umwandlungsverluste. Abb. 2 zeigt ein typisches Beispiel für einen Vergleich beider Versorgungsalternativen.

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