.

Der CO2-Kreislauf bei der Verbrennung von Holz
© mir_vam – Fotolia.com

Der Heizwert hängt vom Wassergehalt und der Art des Holzes ab. Scheitholz muss ein bis zwei Jahren an der Luft regengeschützt lagern, bis es verbrannt werden
© Ökobuchverlag

Schadstoffemissionen verschiedener Heizsysteme (nach GEMIS 4.2) Erläuterungen: CO2 = Kohlendioxid-Äquivalent; SO2 = Schwefeldioxid-Äquivalent; NOx = Stickoxid; CO = Kohlenmonoxid; unter TOPP sind alle Schadstoffe zusammengefasst, die für den Sommersmog verantwortlich sind. In Gemis können bei gemeinsamer Erzeugung von Strom und Wärme durch daraus resultierende Gutschriften für vermiedene Emissionen die Werte auch negative Vorzeichen erhalten.
© Verbraucherzentrale Hamburg e. V.
3 / 6

Holz trocknen

Die Verbrennung von Holz erfolgt idealerweise in drei Phasen: In der ersten verdampfen die Restfeuchte und die leicht flüchtigen Bestandteile im Brennholz. Dann beginnt die zweite Phase, die sogenannte Pyrolyse. Ab 150 °C zersetzt sich Holz in Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe, Öle und Teere. Das ursprüngliche Holz wird dabei zu Holzkohle. Die letzte Phase bildet die eigentliche Verbrennung. Durch Reaktionen mit weiterem Luftsauerstoff und bei Temperaturen zwischen 500 und 1.300 °C entsteht aus den Zwischenprodukten der Pyrolyse jetzt Kohlendioxid und Wasser. Erst in dieser Phase wird Wärme abgegeben.

Als Verbrennungsrückstand bleibt bei vollständiger Verbrennung feine, rein weiße Asche übrig. Aus dem idealen Verbrennungsprozess resultieren drei Anforderungen für den Betrieb von Holzheizungen: Das Holz muss möglichst trocken sein, es darf keine Schadstoffe enthalten und die Verbrennung benötigt eine möglichst gute Sauerstoffversorgung.

Das Holz frisch gefällter Bäume hat einen Feuchtigkeitsgehalt von 50 bis 60% und einen Heizwert von ca. 2 kWh/kg. Bei einer Verbrennung in diesem Zustand würde ein Teil der Wärme zum Verdampfen des Wassers benötigt und damit verloren gehen. Hierdurch sinkt die Temperatur, die Verbrennung verläuft unvollständig und es entstehen vermehrt das giftige Kohlenmonoxid, gasförmige Kohlenwasserstoffe und Ruß. Dieser lagert sich in der Anlage und in Schornsteinen ab und beeinträchtigt deren Funktionsfähigkeit. Frisches Holz muss je nach Holzart erst ein bis zwei Jahre an der Luft trocknen, bevor man es in Heizungen einsetzen kann. Durch das Trocknen sinkt der Wassergehalt auf 15 bis 20% und der Heizwert verdoppelt sich. Nur getrocknetes Holz können moderne Brenner vollständig und emissionsarm verbrennen.

Holz-Heizsysteme für Wohngebäude

Zu Beginn steht die Frage, in welcher Form Holz zum Einsatz kommt. Es gibt Pellets, Scheitholz, Hackschnitzel und Holzbriketts. Für das effiziente Heizen mit Holz bietet der Markt ein großes Spektrum an Öfen und Heizsystemen an. Deren Einsatzbreite reicht von der Zusatzheizung bis zum Heizsystem für ein komplettes Gebäude. Es empfiehlt sich, sich vorab über die orts- und landesspezifischen Anforderungen an eine Holzheizung zu informieren. Ab 2015 gelten bundesweit strengere Anforderungen an die zulässigen Emissionen von Holzheizungen. Nachfolgend liegt der Schwerpunkt auf den Heizsystemen für ein komplettes Haus. Moderne Einzelöfen erreichen einen Wirkungsgrad von 80%. Der Kesselwirkungsgrad für heutige Zentralheizungen kann bis zu 96% erreichen. Einen Pufferspeicher in die Anlage zu integrieren sorgt dafür, dass die Holzheizung unabhängig von der Wärmenachfrage stets unter optimalen Verbrennungsbedingungen laufen kann. Das erhöht auch die Lebensdauer der Technik.

Merkzettel

BINE-Abo

Publikation abonnieren

Links

fnr.de
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

CARMEN e.V.
Centrales Agrar- Rohstoff- Marketing- und Energie-Netzwerk

DEPV
Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.