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Emissionsgrenzwerte und Mindestwirkungsgrade für Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe (Anforderungen bei der Typprüfung)
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Emissionsgrenzwerte für Holzheizkessel * gemäß: 1. Verordnung zum Bundesimissionsschutzgesetz vom 22.3.2010
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Die drei Brennstoffe aus Holz: oben Scheitholz, in der Mitte Hackschnitzel und unten Pellets .
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Holzpellets

Holzpellets werden unter hohem Druck aus naturbelassenem Restholz – überwiegend Nadelholz – aus der Durchforstung und der Holzverarbeitung gepresst. Sie enthalten keinerlei Kleber. Diese Presslinge eignen sich durch ihre normierte Größe mit einem Durchmesser von 6 – 8 mm und einer Länge von bis zu 1 – 4 cm gut für automatisierte Systeme der Brennstoffzufuhr. Der hohe Bedienungs-, Transport- und Lagerkomfort sowie die geringe Feuchtigkeit von unter 10% sprechen für Pellets. Sie sind als Sackware oder per Tankwagen erhältlich und lassen sich in Kellern oder Erdtanks lagern. Daher sind Pelletheizungen auch in dicht besiedelten Regionen möglich. Bei der Verbrennung entsteht relativ wenig Asche; für ein Einfamilienhaus fallen ca. 20 kg pro Jahr an.

Der Heizwert der Pellets liegt bei 5 kWh/kg, d. h., 2 kg Pellets entsprechen etwa 1 l Heizöl oder 1 m3 Erdgas. Qualitativ gute Pellets erkennt man an einer glatten Oberfläche und einem geringen Bruch- und Staubanteil. Pellets müssen die Anforderung der Norm EN 14961-2 erfüllen. Verbraucher können sich auch an dem Qualitätssiegel ENplus für Pellets orientieren, bei dem die Qualität über die gesamte Produktions- und Lieferkette regelmäßig kontrolliert wird. In Deutschland gibt es im Jahr 2014 ca. 70 einheimische Produzenten. Etwa 220.000 Zentralheizungen und 100.000 Einzelöfen werden mit Pellets betrieben.

Zentralheizungen

Pelletheizungen zeichnen sich durch eine Teillastfähigkeit bis 30% sowie eine sparsame, optimale Verbrennung ohne nennenswerte Kohlenmonoxid- und Rußemissionen aus. Zünden, Reinigen, Brennstoffzufuhr und Entaschung können automatisiert werden. Die Anschaffungskosten einer derartigen Heizung liegen höher als bei Gas- oder Ölheizungen. Im Betrieb liegen die jährlichen Brennstoffkosten einer Pelletheizung allerdings niedriger als bei den fossilen Konkurrenzsystemen, was über die Jahre die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten ausgleicht.

Pelletöfen

Pelletöfen eignen sich für Einzelräume oder Häuser mit besonders niedrigem Wärmebedarf (z. B. Passivhäuser). Die Öfen verfügen über einen Vorratsbehälter, der 20 bis 50 kg fasst und damit bis zu vier Tage reicht. In Häusern mit Lüftungsanlagen müssen die Öfen auf raumluftunabhängigen Betrieb eingestellt sein. Werden Pelletöfen um eine Wassertasche ergänzt, dann lassen sie sich in die Zentralheizung integrieren. Es gibt außerdem noch Kombiprodukte. Beispielsweise sind Nachrüstsätze für Kachel- und Kaminöfen erhältlich, um diese auf Pelletbetrieb umzurüsten, sowie Öfen, die wahlweise mit Scheitholz oder Pellets beschickt werden können.

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