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Fazit

Mit seinen niedrigen Dämmwerten liegt das neue Profil auf dem Niveau von Passivhausfensterrahmen. Allerdings wiegt es weniger und ist deutlich schmaler. Der Forschungsverbund beging mit dem Rahmen neue Wege bei Material und Herstellung. So besteht das gesamte Profil aus Polyurethan, was Konsequenzen für die Produktion und Weiterverarbeitung hat. Zur Aufschäumung, Formung und Ummantelung sind spezielle Maschinen erforderlich. Die BBG GmbH entwickelte den Herstellungsprozess für die zukünftige Serienfertigung und erstellte die Prototypenwerkzeuge. Aktuell läuft die Pilotfertigung und erste Gespräche mit Systemherstellern finden statt.
Der PU-Rahmen kann nicht verschweißt werden. Abhilfe schafft hier eine innovative Technik, bei der Rahmen und Verglasung mit einem neu entwickelten Klebstoff verbunden werden. Verschiedene Untersuchungen der Musterfenster haben gezeigt, dass die Verklebung eine einfache Fensterherstellung ermöglicht und eine hohe Festigkeit bringt. Eine industrielle Nutzung mit Integration des Rahmens in eine vorhandene Fensterfertigung ist möglich.

Unter der Bezeichnung „TopTherm90“ wurde das neu entwickelte Standardfenster mit Dreifach-Verglasung und Vakuumisolierglas auf der glasstec 2008 in Düsseldorf sowie auf dem Kunststoff-Fenster-Kongress 2009 in Würzburg bereits einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Das Profil ist sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung im Baubestand geeignet. Der Schwerpunkt des vorgestellten Projektes lag auf der Entwicklung eines Rahmenprofils für Standardfenster. Für Fassadensysteme mit Abmessungen von bis zu mehreren Geschosshöhen ist ein reines Kunststoffprofil nicht geeignet. Man kann es zwar in Pfosten-Riegel-Konstruktionen einsetzen, eine tragende Funktion kann es dabei aber nicht übernehmen. Deshalb soll im Rahmen eines Anschlussprojektes eine thermisch optimierte Pfosten-Riegel-Konstruktion auf Basis von Aluminiumträgern entwickelt werden.

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