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© Cina Heiz- & Kühlelemente, Berlin
Kapillarrohrmatten in Gebäuden
Projektinfo 06/2003
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Heizen und Kühlen mit Kapillarrohrmatten

Die Temperierung von Räumen über möglichst große Heiz- bzw. Kühlflächen bietet zwei entscheidende Vorteile: Durch den hohen Anteil an Strahlungswärme stellt sich ein behagliches Raumklima ein, zudem kann die Temperatur der Heiz- bzw. Kühlfläche nahe der Raumtemperatur liegen. Dadurch werden Verluste bei der Erzeugung, Speicherung und Verteilung minimiert und nicht zuletzt können Umweltenergie, Abwärme usw. eingesetzt werden.

Zunehmend werden in Fußbodenheizungen oder Kühldecken Kapillarrohrmatten aus Polypropylen verwendet. Diese wurden zwar schon vor etwa zwanzig Jahren für die Abwärmenutzung entwickelt, aber erst in jüngster Zeit zeigen sie ihre Stärken auch bei der Klimatisierung von Gebäuden. Mit ihrem geringen Platzbedarf, der geringen thermischen Trägheit und guten hydraulischen Eigenschaften können Kapillarrohrmatten vielfältig eingesetzt werden. Sie bieten dem Architekten weitgehende Gestaltungsfreiheit: etwa bei der Anwendung bei Kühldecken, Kühlsegeln, Kühlwänden, flexiblen Kühlflächen, Stoffsegeln mit integrierten Matten, Kühlsäulen oder Kühlschächten. Zudem kann das System multivalent ausgelegt werden, also je nach Bedarf kühlen oder heizen.

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Für ein weites Spektrum von Einsatzfällen existieren montagefreundliche Baukastensysteme und stehen belastbare Planungs- und Berechnungsunterlagen für Heiz- und Kühlsysteme zur Verfügung.

In einem Forschungsvorhaben der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH) in Zusammenarbeit mit der Clina Heiz- und Kühlelemente GmbH wurden die Nutzungsmöglichkeiten von Kapillarrohrmatten bei der Gebäudeklimatisierung umfassend untersucht. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) wurden zahlreiche Detaillösungen für einen wirtschaftlicheren Einsatz entwickelt, neue Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt und Algorithmen für die Auslegung erstellt. Exemplarisch wird im Folgenden ein Schwerpunkt der Arbeiten dargestellt – die Büroklimatisierung durch Zweiflächen-Bauteilaktivierung.

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Clina GmbH

Wissenschaftliche Begleitung
Westsächsische Hochschule Zwickau

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(227 Seiten, 4,7 MB)