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Die beiden Betriebsphasen des Zeolith Moduls.
© Vaillant GmbH, Herr Marx, Remscheid
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Zwei Betriebsphasen des Zeolith Moduls

Der Kern eines Zeolith-Heizgerätes ist das Zeolith Modul, das aus zwei Grundkomponenten besteht – dem oben angeordneten Zeolith-Speicher und einem unten angeordneten Kondensator/Verdampfer (s. Abb 2). Das Zeolith Modul kennt zwei grundlegende Betriebsphasen: die Desorptionsphase und die Adsorptionsphase. In der Desorptionsphase wird der Zeolith getrocknet. Dies geschieht über einen Wärmetauscher mit einer Gasbrennwerttherme. Das an Zeolith gebundene Wasser wird ausgetrieben und strömt als heißer Wasserdampf in den unteren Teil des Moduls zu einem zweiten Wärmetauscher. Dort kondensiert der heiße Dampf und gibt die dabei frei werdende Energie als Nutzwärme an den Heizkreislauf ab.

Am Ende der Desorptionsphase, wenn der Zeolith kein Wasser mehr abgibt, wird das Modul hydraulisch umgeschaltet und die Wärmezufuhr zum oberen Wärmetauscher unterbrochen. Dadurch sinken Druck und Temperatur. Sobald die Temperatur des unteren Wärmetauschers (Verdampfer/ Kondensator) unter das Temperaturniveau der Umgebungswärmequelle (Solarenergie) gesunken ist, schaltet sich die Solepumpe ein. Dadurch wird dem Verdampfer Umweltenergie über einen angekoppelten Solar- Luftkollektor oder eine Erdsonde zugeführt. Das Wasser verdampft wieder, strömt nach oben zum Zeolith und wird adsorbiert. Die Anlagerung von Wasser an das Zeolith setzt Wärme frei (Adsorptionswärme), die als zusätzliche Nutzwärme für den Heizkreislauf genutzt wird.

Das Modul wird also aus zwei Wärmequellen unterschiedlichen Temperaturniveaus gespeist: der Wärme eines Gasbrenners und einer externen Umweltquelle (grün in Abb 2). Die zugeführte Wärme wird als Kondensationswärme und als Adsorptionswärme dem Heizsystem zur Verfügung gestellt (gelb). Das Modul befindet sich in einem hermetisch abgeschlossen Behälter und soll eine Wartungsfreiheit von 15 Jahren garantieren.

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