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Zentrale Kälteversorgung in Chemnitz.
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Kältespeicherung und Kältenetze

Die Kälteversorgung von Großabnehmern ist ein Markt für Energiedienstleister (z. B. Stadtwerke). Bei ausreichend hoher räumlicher Konzentration des Kältebedarfs können eine zentrale Kälteerzeugung in Großanlagen und der Betrieb von Kältenetzen vorteilhaft sein. Eigene Kältenetze existieren bereits in einigen deutschen Städten.

Mit ihrem hohen und stetigen Kältebedarf bieten Kältenetze günstige Voraussetzungen, um innovative Kältetechnik wirtschaftlich einzusetzen. So basiert die Grundlast des Kältenetzes in Chemnitz auf Absorptionskältemaschinen, die mit Überschusswärme eines Heizkraftwerks betrieben werden. In Spitzenlastzeiten schaltet der Betreiber Kompressionskältemaschinen zu. Der Kälteabsatz hat sich in Chemnitz innerhalb weniger Jahre verdoppelt. Die Stadtwerke errichteten deshalb zusätzlich einen Kältespeicher, um die erhöhte Nachfrage bedienen zu können. Kältespeicher werden über Nacht mit Kaltwasser beladen und speisen am Tage in das Kältenetz die eingespeicherte Kälte zusätzlich zur aktuell erzeugten ein. In Chemnitz hat sich diese Variante im Vergleich zum Zubau neuer Kompressionskältemaschinen als wirtschaftlicher erwiesen.

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