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Abb. 2: Brenner im Betrieb
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Industrielle Wärmprozesse

Bei der Herstellung vieler Produkte in der Stahlindustrie sind Wärmprozesse für Qualität, Kosten, Energiebedarf und Umweltbelastung entscheidend. Oft werden Erwärmung, Warmumformung und Wärmebehandlung gekoppelt. Da bereits kleinste Schwankungen der Temperatur, der Brenngaszusammensetzung, der Ofenatmosphäre oder anderer Parameter zu großen Auswirkungen bei der Produktqualität führen können, müssen die Prozesse verstanden, optimiert und exakt gesteuert werden. Ziele sind, ein beschleunigter und gleichmäßiger konvektiver Wärmeeintrag ins komplette Nutzgut, optimierte Liege- und Beladungszeiten für die Öfen und eine Verringerung unerwünschter physikalisch-chemischer Vorgänge, wie z. B. Zunder-, Randentkohlungs- und Spannungseffekte. Für optimierte Wärmprozesse im Hinblick auf alle Ziele bieten sich verschiedene Ansätze an: die Vermeidung von Wärmeverlusten und die Wärmerückgewinnung, die exakte Steuerung von Brenngaszusammensetzung, Sauerstoffgehalt und Ofenatmosphäre sowie die Verknüpfung von Einzelmaßnahmen in eine übergeordnete Prozessführung (z. B. modellgestützte Ofenführung). Auch immer leistungsfähigere Simulationsprogramme und neue Sensoren tragen dazu bei, die sehr komplexen Vorgänge in einem Ofen besser nachbilden und verstehen zu können.

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