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Kenndaten.
© Geothermie Neubrandenburg GmbH, Dr. Kabus
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Kältespeicherung im Aquifer

In einer deutlich geringeren Tiefe (ca. 50 m) wurde unter dem Spreebogen ein weiterer Aquiferspeicher erschlossen. Er dient primär der Gebäudekühlung. Süßes Grundwasser (max. 300 m³/h aus 5 Bohrungen) wird dazu im Winter auf 5°C abgekühlt. Im Wesentlichen geschieht dies bei Außentemperaturen unterhalb 0°C in trockenen Kühltürmen mittels Umgebungskälte.

Die im Winter in den Erdboden eingelagerte Kälte versorgt im Sommer Hochtemperatur- Kühlsysteme (16°C/19°C) im direkten Wärmetausch. Absorptionskältemaschinen, die mit der Abwärme der Blockheizkraftwerke betrieben werden, bedienen die Niedertemperatur- Kältenetze. Der Rückkühlungsbedarf dieser Maschinen wird durch die oben genannten Kühltürme sowie bei hohen Außentemperaturen durch den Kältespeicher gedeckt, der so auf maximal 30°C erwärmt wird. Auf diesem Wege bildet sich erneut die Wärmequelle der Wärmepumpen für den nächsten Winter.

Bei der Beladung wird Wasser aus den jeweiligen kalten Bohrungen entnommen, erwärmt (Wärmespeicher: BHKW-Abwärme, Kältespeicher: Kühlungsabwärme) und in die warmen Bohrungen injiziert, die sich in 300 m Entfernung befinden. Für die Entladung wird die Strömungsrichtung umgekehrt.

Merkzettel

Adressen

Wissenschaftliche Begleitung
Justus-Liebig Universität Gießen

Projektleitung, Koordinierung
Geothermie Neubrandenburg GmbH

Forschung/Entwicklung, Testverfahren Wasserchemie
Leuphana Universität Lüneburg

Forschung/Entwicklung, Testverfahren Wasserchemie
Universität Stuttgart, ISWA