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Jahresgang der Brunnenkopftemperatur an der warmen Seite des Wärmespeichers.
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Betriebsverhalten: der erste Jahreszyklus

Die Beladung des Aquifers für den Wärmespeicherbetrieb erfolgt möglichst nahe der maximal zulässigen Temperatur von 70°C. Bei hohem Wärmeüberschuss im Sommer kann kontinuierlich eingespeichert werden. Typisch war bisher jedoch der stundenweise Einspeicherbetrieb. Der Aquifer-Wärmespeicher am Reichstagsgebäude wurde bis zum Herbst 2002 ausschließlich beladen, so dass das erste reguläre Betriebsjahr mit der Ausspeicherung im Winter 2002/2003 abgeschlossen wurde.

Abb 6 zeigt den Temperaturverlauf über den gesamten Jahreszyklus. Die Beladung begann im April mit mittleren Temperaturen um 55°C und lief über den gesamten Sommer. Nach einer Phase mit nur sporadischer Einlagerung startete Ende November die Rückförderung des warmen Wassers (blaue Kurve). Die Wärmeentnahme erfolgte im Unterschied zur Beladung kontinuierlich. Selbst die mittleren Raten waren höher als beim Beladen, so dass die über den Sommer eingelagerte Wassermenge schneller rückgefördert war.

Merkzettel

Adressen

Wissenschaftliche Begleitung
Justus-Liebig Universität Gießen

Projektleitung, Koordinierung
Geothermie Neubrandenburg GmbH

Forschung/Entwicklung, Testverfahren Wasserchemie
Leuphana Universität Lüneburg

Forschung/Entwicklung, Testverfahren Wasserchemie
Universität Stuttgart, ISWA