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Es lohnt sich

Im Laufe der Jahre fallen in jedem Haus größere Instandhaltungsarbeiten an. Bei dieser Gelegenheit kann ein Bauherr bei verhältnismäßig geringen Mehrkosten gleichzeitig Maßnahmen zum Energiesparen realisieren. Warum also nicht gleich „Nägel mit Köpfen machen“, wenn ohnehin ein Gerüst steht, das Dach abgedeckt ist und das Wohnen zeitweilig durch Staub, Dreck und Baulärm eine Belastungsphase durchstehen muss?

Energiesparmaßnahmen zahlen sich in vielerlei Hinsicht aus. In erster Linie reduzieren sie die Betriebskosten. Für die Bewohner steigt der Wohnkomfort. Durch eine energetische Sanierung können Bauschäden vermieden bzw. behoben werden. Der Wert der Immobilie und auch ihre Attraktivität steigen. Indem Energiesparmaßnahmen Schadstoffemissionen vermindern und Ressourcen schonen, tragen sie zum Umweltschutz bei.

Für das gleiche Geld kann man an manchen Stellen mehr Energie sparen als an anderen. Außerdem beeinflussen sich verschiedene Eingriffe in ihrer Wirksamkeit gegenseitig. Deshalb entwickelt man am besten gemeinsam mit kompetenten Fachleuten zuerst ein Gesamtkonzept – auch wenn nicht alles auf einmal umgesetzt wird. Für die Beratung zu Energiesparmaßnahmen an Altbauten und einige Maßnahmen selbst können Fördermittel oder zinsgünstige Kredite beantragt werden. Die meisten Maßnahmen der energetischen Sanierung sind bereits bei heutigen Energiepreisen und den erwarteten Steigerungsraten rentabel. In vielen Fällen ist es sinnvoll und auch wirtschaftlich, mehr zu tun als der Gesetzgeber vorschreibt, denn das ist eine Investition in die Zukunft. Auch das eigene Verhalten, insbesondere in Bezug auf Heizung und Lüftung, hat große Auswirkungen auf den Energieverbrauch.

Überprüfen Sie Ihre Raumtemperatur: 1 Grad Temperaturabsenkung spart im Jahresdurchschnitt etwa 6 % Energie ein. Nachts kann der Raum ruhig einige Grad kühler sein – entweder von Hand über die Thermostatventile oder durch eine zentrale Nachtabsenkung über die Heizungsregelung. Voraussetzung für eine gleichmäßige, angepasste Temperaturabgabe sind freie Heizkörper. Weder Vorhänge noch Möbel oder Verkleidungen sollten hier im Weg sein. Ständig gekippte Fenster erhöhen den Energieverbrauch unnötig. Wird gelüftet, sollten die Fenster für einige Minuten weit geöffnet werden – am besten wird quer gelüftet. Es gilt: Fenster auf – Heizung zu! Bei der Geräteausstattung und der Beleuchtung lässt sich mit energieeffizienten Modellen viel Strom sparen.

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Der Förderkompass Energie gibt einen Überblick über die aktuellen Förderprogramme für Sanierungsmaßnahmen

Deutsche Energieagentur
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Forschungsinitiative EnOB
Projekte, Berichte, Nachrichten und Analysen aus der Forschung für Energieoptimiertes Bauen

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