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Fazit

Die Stirling-Kältemaschine eignet sich für zahlreiche Anwendungen - auch bei höheren Temperaturen der Kältebereitstellung als bisher üblich. Es wird jedoch noch erhebliche Anstrengungen erfordern, die Technologie auch außerhalb der etablierten Anwendungsgebiete technisch und wirtschaftlich konkurrenzfähig zu machen. Die als Prototyp gefertigte Maschine ist noch relativ teuer und Langzeiterfahrungen stehen derzeit aus. Wegen des guten Teillastverhaltens ist ihr Einsatz bis hinauf zu etwa -30 °C energetisch sinnvoll.

Gute Chancen hat die Stirling- Kältemaschine vor allem in Marktsegmenten, bei denen die Kaltdampf- Kältemaschine eine weniger starke Position hat – also dort, wo tiefe Temperaturen, Flexibilität bei der Kälteleistung oder wechselnde Temperaturniveaus benötigt werden. Schon heute lassen sich zahlreiche Einsatzgebiete in Industrie und Gewerbe identifizieren. Nicht für den Einsatz einer Stirling- Kältemaschine geeignet scheinen solche Bereiche zu sein, in denen eine nahezu vollständige Wartungsfreiheit verlangt wird, wie z.B. bei Haushaltsgeräten.

Bei der Lebensmittelkühlung im Supermarkt zeigt die Stirling- Kältemaschine vergleichbare Leistungsdaten zur Kaltdampf- Kältemaschine. Der Preisdruck in diesem Marktsegment dürfte jedoch einen Einsatz der Stirling- Kältemaschine in diesem Bereich erschweren.

Größere Chancen hat die Stirling- Kältemaschine in der Lebensmittelindustrie. Hier hat die Kälteanwendung in den letzten Jahren eine Aufwertung erfahren. Ging es früher schlicht um die Konservierung, so spielt heute die Erhaltung der Produktqualität die entscheidende Rolle. Dies wird durch einen möglichst raschen Gefriervorgang (Schockgefrieren) bei tiefen Temperaturen erreicht. Zudem kommt es im realen Betrieb oft zu Abweichungen von den Auslegungsbedingungen – ein Wettbewerbsvorteil für die flexible Stirling- Maschine.

Das vorgestellte Beispiel der Lösungsmittel- Rekondensation repräsentiert den größten potenziellen Anwendungsbereich – die Industriekälte. Je nach Einsatzgebiet und Temperaturniveau sind aber noch Optimierungsarbeiten z. B. bei der Auskopplung der Kälte durch geeignete Trägermedien notwendig.

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