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Abb. 6: Energieerzeugung und -verbrauch
© Pfeil & Koch ingenieurgesellschaft GmbH & Co
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Ergebnisse und Erfahrungen

Unter anderem beim Speicherwandaufbau, der inneren und äußeren Abdichtung sowie der beschriebenen Methode der Evakuierung wurden Forschungsergebnisse des Instituts für Thermodynamik und Wärmetechnik der Universität Stuttgart umgesetzt. Das Besondere war, dass die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Labormaßstab direkt in die realen Maßstäbe des Wärmespeichers übertragen wurden. Dies stellte neue Anforderungen an Planer, Errichter und Betreiber. Das eingegangene hohe technische Risiko zahlte sich letztlich aus. Es zeigte sich, dass neue Materialien und Konzepte teilweise kostengünstiger in einem Außenlabor als in einem realen Pilotspeicher getestet werden konnten und der Speicher dadurch in einigen Punkten sicherer und technisch besser war. Die gemittelten Energieverbrauchswerte von 1988 bis 2000 dienten als Basis für die Entwicklung des Energiekonzeptes. Der gemessene Stand 2008 zeigt, dass wesentliche Ziele, wie etwa die Halbierung der Jahreswärmearbeit, bereits erreicht sind. Der Wärmebedarf der Sporthallen kann nur gesamt erfasst werden. Auch eine getrennte Erfassung von Raumheizung und Warmwasserbereitung ist nicht möglich. Um eine differenzierte Auswertung zu erhalten und einen direkten Vergleich mit der unsanierten Sporthalle A durchführen zu können, wäre es sinnvoll gewesen in jedem Gebäude Wärmemengenzähler zu installieren.

Um eine hohe Effizienz des Solarsystems erreichen zu können, ist für alle sanierten Bereiche eine Rücklauftemperatur von maximal 30°C erforderlich. Diese kann aktuell noch nicht überall erreicht werden, da in einigen Gebäuden noch Sanierungen ausstehen. Hier übersteigt die Rücklauftemperatur zum Teil die 50°C-Grenze.

Der geplante Endausbau soll Ende 2010 (vgl. Abb. 6) erreicht sein. Bei den aufgeführten Werten wird davon ausgegangen, dass die Hallenbadsanierung beendet ist, sämtliche Sanierungen von Sporthalle A, Schule und Hallenbad durchgeführt sind sowie die Erprobungsphase des Gesamtsystems erfolgreich abgeschlossen ist.

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