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Fazit und Ausblick

Die künftige Stromversorgung ist weiterhin durch eine zentrale Einspeisung auf der Hochspannungsebene geprägt. Dezentrale Energieerzeugungsanlagen werden, wie bisher auch, an das Mittel- oder Niederspannungsnetz angeschlossen. Zukünftig werden sie aber auch das Netz stabilisieren. Hauptaufgabe liegt in der Koordination der verschiedenen dezentralen Energie- versorgungsanlagen durch eine bidirektionale Kommunikation. Dadurch wird sich in naher Zukunft der Verbundbetrieb durchsetzen, so wie er bereits heute in virtuellen Kraftwerken vorgedacht und verstärkt untersucht wird.

Die konzeptionellen Unterschiede zwischen BEMI und zentral geführtem virtuellem Kraftwerk scheinen zwar groß zu sein, aber beide Konzepte verfolgen ähnliche Ziele, wie z.B. das Erreichen eines vorhersagbaren Gesamtlastgangs. Daher handelt es sich bei BEMI und virtuellem Kraftwerk keineswegs um unvereinbare Konzepte, sondern im Gegenteil: beide ergänzen sich – richtig eingesetzt – gegenseitig.

Das BEMI ist als Konzept auf das Management einer sehr großen Anzahl von Lasten und Dezentrale Energieversorgungsanlagen kleiner Leistungen zugeschnitten, während das zentral geführte virtuelle Kraftwerk besser für wenig Lasten und Dezentrale Energieversorgungsanlagen mit großer Leistung geeignet ist. In der zukünftigen Energieversorgung können daher beide Konzepte eine Schlüsselrolle zur vollständigen Erschließung des technischen Potenzials einnehmen. Dies setzt allerdings die Entwicklung virtueller Kraftwerke mit einer geeigneten Schnittstelle zum Netzbetrieb sowie eine aufgeschlossene Strategie der Netzbetreiber bezüglich deren Nutzung voraus.

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