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Projektinfos  – Energieforschung konkret

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Die klar gegliederte Fassade des Neuen Regionshauses Hannover.
© Christian Stahl/Region Hannover
Public Private Partnership
Projektinfo 06/2009
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Energieeffizienz im öffentlichen Neubau

Die Region Hannover hat im Stadtzentrum der Landeshauptstadt als Anlaufstelle für die Bürger der Region ein Bürogebäude für ca. 300 Mitarbeiter errichtet. Der Neubau ergänzt den Gebäudebestand um einen sechsgeschossigen Block mit Büroräumen und einen eingeschossigen vorgelagerten Würfel mit dem Regionssaal.

Das Thema Betriebskosten ist neben einer hohen Arbeitsplatzqualität beim Neubau von öffentlichen Verwaltungsgebäuden ein wichtiges Kriterium geworden. Das Konzept sah daher bei einem engen finanziellen Rahmen ambitionierte Werte für den Primärenergiebedarf vor. Das Neue Regionshaus Hannover soll zeigen, dass energieoptimiertes Bauen auch unter Wettbewerbsbedingungen bei öffentlichen Gebäuden erfolgreich verwirklicht werden kann. Die Umsetzung des Projektes erfolgt im Rahmen einer "Public Private Partnership" (PPP) und umfasst die gesamte Planung, die Errichtung und die Finanzierung des Gebäudes über 20 Jahre. Da der Neubau in Hannover einen Ergänzungsbau zu bereits vorhandenen Bürogebäuden darstellt, hat die Region Hannover auf die Vergabe der Betriebsleistungen im Rahmen des PPP verzichtet. So bleiben Bauunterhalt und die technische Wartung des gesamten Komplexes in einer Hand. Ein wichtiges Anliegen der Region Hannover war es, die energetischen Anforderungen des Förderprogramms Energieoptimiertes Bauen (EnOB) zu berücksichtigen: der Primärenergiebedarf für Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Hilfsenergien darf maximal 100 kWhPE/m² NGFa betragen.

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Das wissenschaftliche Messprojekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Mitgetragen wurde das Vorhaben von Pro Klima. Nach 3 Jahren Vorbereitung, Planung und Bau konnte das Verwaltungsgebäude im April 2007 bezogen werden. Die gesamte Planungs- und Bauphase sowie die ersten zwei Betriebsjahre werden hinsichtlich Energieeffizienz und Nutzerkomfort durch das Institut für Gebäudeund Solartechnik der Universität Braunschweig wissenschaftlich begleitet. Der Energieverbrauch sowie zahlreiche Parameter der Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung sowie der Ausstattung des Gebäudes werden mittels Messstellen erfasst und bewertet, um den technischen Betrieb optimal zu regeln. Das Institut für Psychologie der Universität Magdeburg führt eine sozialwissenschaftliche Studie durch und befragt die Nutzer nach ihren Erfahrungen mit dem Gebäude. Wie wird das neue Gebäude von den MitarbeiterInnen angenommen? Wie kann die Gebäudeperformance weiter optimiert werden? Inzwischen liegen bereits erste Ergebnisse des Monitorings vor.

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Adressen

Bauphysik
BSI

Qualitätssicherung
energydesign braunschweig GmbH

Forschung/Evaluierung
FG-UPSY, Universität Magdeburg

Umweltpsychologie
TU Braunschweig, IGS

ENERGIEWENDEBAUEN
Projekte, Berichte, Nachrichten
und Analysen aus der Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN

Literatur

Die Film-Dokumentation zum Gebäude kann unter www.building-performance.net
eingesehen werden.

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.