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Vorlauftemperaturregelung

In konventionellen Heizsystemen wird die Vorlauftemperatur meist in Abhängigkeit der Außentemperatur geregelt ( Abb 4). Den Zusammenhang zwischen Vorlauf- und Außentemperatur beschreibt die Heizkurve. Damit auch bei niedrigen Wärmegewinnen (z.B. Personen, Geräte, Solarstrahlung) behagliche Raumtemperaturen erreicht werden, ist die Vorlauftemperatur oft zu hoch eingestellt.

Eine Alternative ist die Regelung nach einer Referenzraumtemperatur. Dazu müssen die Ventile des Referenzraumes vollständig geöffnet bleiben und Nutzereingriffe ausgeschlossen werden. Die Festlegung eines Referenzraumes ist schwierig, wenn mitunter verschiedene Räume eine höhere Vorlauftemperatur benötigen. Mögliche Probleme sind:

  • zu hohe Vorlauftemperaturen durch Abdrosseln der Regelventile im Referenzraum oder durch längeres Lüften
  • zu niedrige Vorlauftemperaturen durch erhöhte Wärmegewinne im Referenzraum oder durch erhöhte Wärmeverluste in anderen Räumen (z.B. unbeheizte Nachbarräume)
  • unzureichende Raumtemperaturregelung im Referenzraum durch träge Regelung (z.B. lange Fließzeit des Heizmediums vom Wärmeerzeuger zum Heizkörper)

Bei dem untersuchten Regelsystem mit dezentralen Pumpen wird die Vorlauftemperatur nach dem momentanen Bedarf geregelt. Eine obere Begrenzung durch die Heizkurve vermeidet übermäßig hohe Vorlauftemperaturen. Eine untere Begrenzung war durch die Mindestvorlauftemperatur des Wärmeerzeugers gegeben.

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Adressen

Hersteller
WILO SE

Projektpartner
TU Dresden, IBK

Projektpartner
TU München, KLIMA

Hinweis

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