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Ab dem 01. Dezember 2017 kann die energetische Beratung für Wohngebäude und im Mittelstand von qualifizierten Energieberatern aller Branchen beantragt werden.
© Thinkstock / gopixa
Förderung Energieberatung
09.11.2017

Neue Richtlinie erweitert Beratungsangebote

Ab dem 01. Dezember 2017 kann die energetische Beratung von einem größeren Kreis qualifizierter Energieberater durchgeführt werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) weitet aktuell die Förderbedingungen für die Programme „Energieberatung für Wohngebäude“ und „Energieberatung im Mittelstand“ aus. Die neuen Zulassungsvoraussetzungen erlauben es, dass künftig qualifizierte Energieberater aus allen Branchen tätig werden können.

In Deutschland bieten rund 18 Millionen Wohngebäude und zahlreiche Nichtwohngebäude und Anlagen von mittelständischen Unternehmen ein enormes Potenzial für eine Energieberatung und anschließende Sanierung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ermöglicht mit den neuen Förderbedingungen, dass eine Energieberatung von allen Handwerksbetrieben oder Energieversorgern (z. B. Stadtwerke) mit einer entsprechenden Qualifikation beantragt werden kann. Sollte es der Kunde wünschen, kann die Energieberatung und die energetische Sanierung vom selben Handwerks- oder Baubetrieb durchgeführt werden. Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik – Wärme und Effizienz im BMWi, verdeutlicht den Bedarf für die Anpassung: „Wir stellen die Energieberatung auf eine breitere Basis und bringen sie näher zum Verbraucher. Dafür ist eine sehr viel größere Zahl an qualifizierten Energieberatern notwendig, die über direkte Kundenkontakte verfügen und beim Verbraucher das Interesse an einer Energieberatung wecken können. Eine qualifizierte Beratung bildet nach unserer Erfahrung eine wichtige Grundlage für energieeffiziente Gebäudesanierungen und die Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien und trägt dazu bei, dass die Energie- und Klimaziele erreicht werden können.“

Energieberatung für Wohngebäude

Für eine „Energieberatung für Wohngebäude“, wie die bisherige Vor-Ort-Beratung ab dem 1. Dezember 2017 heißen wird, übernimmt das BMWi 60 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und 1.100 Euro für Mehrfamilienhäuser.

Energieberatung im Mittelstand

Bei der „Energieberatung im Mittelstand“ gibt das BMWi bis zu 80 Prozent Zuschuss zu den Beratungskosten. Die exakte Höhe hängt von den Energiekosten des Unternehmens ab.

Energieberatung für alle Fälle

Immobilienbesitzer können wählen, ob sie eine Beratung zu einzelnen, aufeinander abgestimmten Energieeffizienzmaßnahmen über einen längeren Zeitraum wünschen oder eine Beratung für eine komplette energetische Sanierung in einem Zug. Interessierte finden die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zugelassenen Energieberater beispielsweise in der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes.

Mehr Förderprogramme entdecken

Neben den Förderprogrammen der KfW und der BAFA gibt es weitere interessante Möglichkeiten, Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für den Einsatz energiesparender Maßnahmen zu erhalten. BINE Informationsdienst recherchiert aktuelle Förderprogramme und bietet mit dem Förderkompass Energie eine Datenbank mit umfangreichen Informationen zu den vielfältigen Förderhilfen von EU, Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern an. Der Förderkompass Energie vom BINE Informationsdienst ermöglicht eine komfortable Recherche über alle relevanten Förderprogramme für private, gewerbliche, institutionelle und öffentliche Investoren. Die nutzerfreundliche Oberfläche bündelt die Informationen übersichtlich in einem Fenster.

Förderprogramme für Private bietet Ihnen unser kostenfreies Webangebot www.energiefoerderung.info.

(mm)

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