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Timo Haase vom Forschungsreferat des BMWi begrüßte die Workshop-Teilnehmer und stellte besonders die Reallabore als neues Element im 7. Energieforschungsprogramm in den Mittelpunkt.
© Meike Bierther, PtJ
Forschungsnetzwerke Energie
09.10.2018

Workshop-Diskussion mit Teilnehmern
© Jutta Perl-Mai, BINE Informationsdienst

Mit PV- und Windenergie das Netz stabilisieren

Zum Thema „Systemdienstleistungen – stabile Stromversorgung durch PV- und Windenergie“ veranstalteten die Forschungsnetzwerke Stromnetze und Erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie einen Workshop in Hannover. In drei Themenblöcken stellten Forschungsinstitute, Hochschulen und Industrievertreter ausgewählte laufende Projekte und deren erste Ergebnisse vor.

Energieerzeugungssysteme auf Basis erneuerbarer Energien müssen in Zukunft zunehmend mehr zur Erbringung von Systemdienstleistungen beitragen. Vor diesem Hintergrund trafen sich Vertreter der Forschungsnetzwerke Erneuerbare Energien und Stromnetze, um eine interdisziplinäre gemeinsame Vorgehensweise, wie Netzdienstleistungen für die übergreifenden Fragestellungen zu planen. Rund 90 Teilnehmer aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Politik diskutierten Themen zum stabilen Netzbetrieb, zur zukünftigen Trägheitsreserve, zur Spannungshaltung, zum Bedarf an zukünftigen Demonstrationsprojekten.

In drei Themenblöcken, Frequenz- und Spannungshaltung, Betriebsführung sowie Netzwiederaufbau und -simulation stellten die Forscher aktuell laufende Projekte vor.

Demonstrationsprojekte sind ein wichtiger Bestandteil von Forschung und Entwicklung. Viele der Anwesenden konnten Berichte über Hürden, die sich erst in Praxistests ergeben, bestätigen. „Es ist immens, wie viele Einzelfälle man hat“, brachte es einer der Teilnehmenden auf den Punkt. Dennoch müssen verlässliche Ergebnisse entstehen, die Energiewende schreitet weiter voran – schon im Jahr 2025 soll der Anteil aus erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland 40 bis 45 Prozent betragen. Die dafür benötigten Lösungen müssen jetzt entwickelt werden. Einige Wissenschaftler stellten fest, es bestehe ein erhöhter Bedarf an Versuchen in realen Stromnetzen. Die im neuen Energieforschungsprogramm der Bundesregierung aufgeführten Reallabore, die es ermöglichen sollen, die Funktions- und Systemtauglichkeit neuer Technologien nach der Prototypphase zu erproben bzw. zu evaluieren, könnten hier ein geeignetes Format darstellen.

In der anschließenden Workshop-Diskussion wurde das Interesse an einer Roadmap deutlich, die dazu beitragen kann, die erforderlichen nächsten Schritte und die zu erwartenden Etappen abzustecken.

Weitere Informationen zum aktuellen Energieforschungsprogramm und den Forschungsnetzwerken finden Sie unter: energieforschung.de.

(jp)

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