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News  – Nachrichten aus der Energieforschung

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Im Rahmen einer Podiumsdiskussion beleuchteten Jens Winkler/BMWi (rechts) und Dr. Christoph Rövekamp/BMBF (links) die politischen Ziele der Energieforschung. Moderatorin war die Journalistin Dagmar Dehmer.
© FVEE, Franziska Wunschick
Energieforschung
20.11.2017

Die Forschungsziele 2018 des FVEE sind als Download und als gedruckte Broschüre erhältlich.
© FVEE

Forscher geben Impulse für die Erneuerbaren

Anlässlich der Jahrestagung vom 8. bis 9. November 2017 in Berlin präsentierte der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) seine Forschungsziele 2018. Die Mitgliedsinstitute des FVEE bringen damit ihr Fachwissen in den derzeit laufenden Konsultationsprozess für ein neues Energieforschungsprogramm der Bundesregierung ein. Neben aktuellen Forschungsergebnissen aus den verschiedenen Technologiefeldern stellte das Wuppertal-Institut das Leitprojekt „Trends und Perspektiven der Energieforschung“ vor, das vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. 

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) ist eine bundesweite Kooperation von derzeit vierzehn namhaften Forschungseinrichtungen in Deutschland. Die Mitglieder des FVEE erforschen und entwickeln Technologien für erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung und das optimierte technische und sozio-ökonomische Zusammenwirken aller Systemkomponenten. Das gemeinsame Ziel ist die Transformation der Energieversorgung zu einem nachhaltigen Energiesystem.

Jens Winkler, Referent für „Energieforschung – Grundsatzfragen und Strategie“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), stellte im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu den politischen Zielen der Energieforschung den breiten Konsultationsprozess mit Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft bei der Erarbeitung des neuen Energieforschungsprogramms der Bundesregierung vor. Aus Online-Befragungen, aus Branchenworkshops und durch die Zusammenarbeit innerhalb der Forschungsnetzwerke Energie gehen wichtige Impulse in das neue Programm ein. Künftige Schwerpunktthemen der Forschung sieht er u. a. in der Digitalisierung und einer verstärkten Sektorkopplung.

Auf seiner Jahrestagung hat der FVEE seine aktualisierten Forschungsziele 2018 für die Themen Energiebereitstellung, Systemkomponenten, Energienutzung und Energiesystemgestaltung vorgelegt. In 26 einzelnen Technologiefeldern benennen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsbedarf.

Hierzu stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Mitgliedsinstituten ihre neuesten Forschungsergebnisse und die künftigen Ziele vor. Hierzu zwei Beispiele aus der Photovoltaik sowie der Systemintegration und Sektorkopplung.

Organische und gedruckte Solarzellen

In der Photovoltaik sind organische und gedruckte Solarzellen eine der Linien mit beträchtlichem Potenzial. Bei diesen Zellen werden Halbleitergemische in Lösung mit Hilfe von Drucktechnik auf flexiblen Substraten großflächig aufgebracht. Damit öffnen sich Perspektiven in der Anwendung, um beispielsweise organische Solarzellen in Fassaden einzubauen oder als semi-transparente Module in Fenster zu integrieren. Außerdem bestehen die Zellen aus umweltfreundlichen Rohstoffen und weisen niedrige Energierücklaufzeiten auf. Der Forschungs- und Entwicklungsbedarf in diesem Teilbereich der Photovoltaik liegt u. a. in der Evaluierung neuer Halbleitergemische mit verbesserter Anpassung an das Sonnenspektrum und der Weiterentwicklung und Verbesserung der selektiven Schichten und der Zellkonzepte. Außerdem geht es um eine weitere Verbesserung der Produktionstechnologie, der Verbindungen sowie der Stabilität und Lebensdauer.

Systemintegration und Sektorkopplung

Große Potenziale für den Erfolg der Energiewende liegen in einer verbesserten Integration der Einzeltechnologien hin zu einem leistungsfähigeren Gesamtsystem. Künftige Strategien für Forschung und Politik müssen verstärkt die Teilbereiche Wärme, Strom, Mobilität sowie Industrie und Gewerbe miteinander verknüpfen. Die Versorgung mit Energie ist beispielsweise vom einzelnen Gebäude, über das Quartier bis hin zur Region zu betrachten. Der Forschungs- und Entwicklungsbedarf liegt u. a. in der Verknüpfung der Energienetze, den Konvergenzmöglichkeiten von Strom und Gasnetzen zur Erschließung der Power-to-X Technologien sowie in der Entwicklung und Standardisierung von Verbundsystemreglern und Netzbetriebsmitteln. Auch die Zusammenarbeit mit Geoinformationssystemen und die Entwicklung von Open-Source-Stromnetzmodellen sind Forschungsthemen.

Die Forschungsziele 2018 des FVEE sind als Download und als gedruckte Broschüre erhältlich.

(pe, mi)

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Hier werden die beiden Teilprojekte: Der Top-Down-Ansatz und der Bottom-Up-Ansatz mit den jeweils beteiligten Instituten vorgestellt.

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