Kombianlagen
Systeme, die sowohl zur Warmwasserbereitung als auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden, bezeichnet man als Kombianlagen. Diese arbeiten im Prinzip so wie Anlagen zur reinen Brauchwassererwärmung, die Erzeugung von Heizwärme erfolgt meist zusätzlich. Kollektorfläche und Speicher sind hierzu etwas größer ausgelegt und der Speicher wird zusätzlich an das Heizungssystem angeschlossen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Systeme zur Heizungsunterstützung:
Entweder wird das kalte Wasser, das von den Heizkörpern zurückkommt, solar vorgewärmt und dann vom Heizkessel auf Solltemperatur gebracht oder die Solarenergie wird in einen großen Speicher geladen, der im oberen Bereich auf Solltemperatur gehalten wird. Der Kreislauf für die Heizung wird aus dem oberen Bereich des Speichers durch die Heizkörper wieder zurück in den Speicher geführt. In Kombianlagen mit bei Ein- und Zweifamilienhäusern typischen Kurzzeitspeichern kann die Wärme einige Tage vorgehalten werden, bei Systemen mit saisonalen Langzeitspeichern bis zu einem Jahr. Für ein Einfamilienhaus mit vier Personen muss man mindestens 9 m² Kollektorfläche für eine Kombianlage zur teilsolaren Raumheizung und Warmwasserbereitung einplanen. Eine Kombianlage eignet sich vor allem für gut gedämmte Gebäude mit niedrigem Heizenergiebedarf. Vor Installation ist eine energetische Sanierung oder Optimierung des Gebäudes sinnvoll.
Solare Klimatisierung
Mit Hilfe von Solarenergie wird bei der solaren Klimatisierung die Luft gekühlt und die Luftfeuchte reguliert. Derartige Anlagen findet man meist in Nicht-Wohngebäuden, in denen sich viele Menschen versammeln (z. B. Bürogebäude, Theater, Sporthallen). Bei diesem Verfahren wird die Antriebsenergiequelle einer Kältemaschine oder eines Klimatisierungsverfahrens durch solare Wärme, statt elektrischer Energie aus dem Stromnetz, betrieben. Die CO2-Emission ist vergleichsweise gering. Ein weiterer Vorteil bei der Kühlung mit solarer Wärme: Die Sonneneinstrahlung ist in den meisten Fällen am stärksten, wenn auch der höchste Klimatisierungsbedarf besteht.
Man unterscheidet offene und geschlossene Verfahren. Bei ersteren handelt es sich immer um Lüftungsanlagen. Dabei regelt die Zuluft Temperatur und Raumfeuchte. Bei geschlossenen Verfahren erzeugen Wärmepumpen Kaltwasser. Dieses sorgt in Gebäuden, etwa über Fußbodenkühlung oder Kühldecken, für Klimatisierung.
