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Abb. 6: Prozentualer Anteil der Energieträger an der Bruttostromerzeugung im Jahre 2010.
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Strom – Erzeugung und Verbrauch

In einer Industrie- und Informationsgesellschaft ist Strom der wichtigste und vielseitigste Energieträger. Bei einem totalen Stromausfall in einer Stadt bricht das öffentliche Leben sofort zusammen. Um die Stabilität des nationalen Stromnetzes zuverlässig gewährleisten zu können, wird ein Mix verschiedener Energieträger in den Kraftwerken eingesetzt, um nicht von einem einzigen Energieträger komplett abhängig zu sein. Außerdem braucht ein Netz auch Leistungsreserven, um jederzeit und schnell auf wechselnde Nachfrage der Verbraucher reagieren zu können. Es ist in der energiepolitischen Diskussion strittig, in welcher Höhe derartige Reserveleistungen erforderlich sind. Zur Stabilität trägt auch der Verbund der nationalen europäischen Stromnetze bei.

Abb. 6 zeigt den Beitrag einzelner Energieträger zur Bruttostromerzeugung in Deutschland. Bruttostrom ist die hinter dem Generator gemessene elektrische Arbeit. Im Jahre 2010 betrug sie rund 621 Terawattstunden oder 621 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht im Jahr 3.500 kWh.

Mit der Energiemenge 1 kWh kann man zum Beispiel:

  • Einen 72 kg schweren Menschen ca. 5.000 Meter hoch heben
  • Sieben Stunden fernsehen (bei einer Leistung von ca. 140 Watt)
  • Fünf Stunden am Computer arbeiten (bei einer Leistung von 200 Watt)

Rund 82% des Stroms aus deutschen Wärme- Kraftwerken wird in den rund 340 Kraftwerksblöcken der vier großen Energieerzeuger RWE, EON, Vattenfall und EnBW erzeugt, die in ihren Regionen über eine marktbeherrschende Stellung verfügen. Die restlichen ca. 18% kommen aus industriellen Eigenanlagen zum Beispiel bei der Deutschen Bahn sowie lokalen Stadtwerken.

 

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