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basisEnergie  – grundlegende Themen verständlich erklärt

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Schüler montieren eine PV-Anlage [Wentzinger Schulen Freiburg].
© Wentzinger Schulen, Freiburg
In der Schule mit Photovoltaik in Berührung kommen
basisEnergie Nr. 06
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Schüler zapfen die Sonne an

Photovoltaikanlagen in Schulen helfen beim Energiesparen und bereichern den Unterricht. Sie prägen das Erscheinungsbild der Schule und zeigen, hier ist die Energieversorgung der Zukunft Thema. Für derartige Anlagen gibt es einen Zuschuss.

Eine wichtige Zukunftsaufgabe der Menschheit ist die Schaffung einer umweltfreundlicheren, nachhaltigen Energieversorgung. Um diese Herausforderung bewältigen zu können, sind weitere naturwissenschaftliche Forschung und neue technische Entwicklungen notwendig. Für die Umsetzung braucht man heute und auch zukünftig vor allem technische Experten, wie z. B. Ingenieure, Handwerker, Facharbeiter oder Forscher, aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, etwa Marketing, Betriebswirtschaft oder Sozialwissenschaften.

Interesse und Motivation für technische Berufsfelder erwächst meist während der Schulzeit. Hier werden die Grundlagen gelegt. Wichtig ist neben der Vermittlung von Fakten, Begeisterung für Technik zu wecken, zur Auseinandersetzung über ihre Chancen und Risiken zu motivieren sowie erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Schuleigene Photovoltaikanlagen sind ein guter Ansatz zur Integration erneuerbarer Energietechniken in den Schulunterricht. Schülerinnen und Schüler können zur Vertiefung ihres theoretischen Wissens an einer realen Anlage Messungen bilanzieren und Erträge berechnen. Durch die Gegenüberstellung des eigenen Stromverbrauchs und des erzeugten Solarstroms können realistische Vorstellungen vom „Wert“ des Stroms sowie von Aufwand und Potential der Photovoltaik vermittelt werden.

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Bei einer zu erwartenden Lebensdauer von über 20 Jahren profitieren mehrere Schülergenerationen von den Anlagen. An vielen Schulen wurden sie auch bei Schulfesten u. ä. der allgemeinen Öffentlichkeit vorgestellt; eine gute Chance, über umweltfreundliche Technik zu informieren. Häufig führte die Errichtung einer Photovoltaikanlage dazu, den Strom- und Wärmebedarf der Schule insgesamt kritisch zu durchleuchten und parallel, z. B. durch angepasstes Lüften und Heizen, Energie zu sparen. Das Thema Photovoltaikanlage bietet zahlreiche Ansatzpunkte für fächerübergreifendes Arbeiten, z. B. Informatik, Erdkunde oder auch Deutsch und Kunst bei der Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit. Oft wurden Schüler an den Projektschulen auch so motiviert, dass sie auch in ihrem privaten Umfeld Möglichkeiten des Energiesparens konsequenter genutzt haben.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert die Errichtung schuleigener Photovoltaikanlagen im Rahmen des Programms „Sonne in der Schule“ mit einem Festbetrag bis zu 6.000,- DM. Bis zum April 2000 wurden mehr als 300 Schulen in die Förderung aufgenommen. Außerdem wird jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde nach dem Erneuerbaren Energiengesetz vergütet. Für Anlagen, die in den Jahren 2000/2001 in Betrieb gehen, sind das 99 Pfennig pro Kilowatt.

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