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Energieschleuder Schule – wahr? falsch?.
© U. Lempp; BINE Informationsdienst
Schüler als findige Energiedetektive
basisEnergie Nr. 05
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Schüler sparen Energie

An vielen Schulen gibt es sie bereits: Schüler als Energiedetektive, Energiemanager oder Energieteam. Sie spüren Energielecks auf, zeigen Initiative, übernehmen Verantwortung und wissen am Ende viel über Energiesparen. Oft lohnt sich ihr Engagement für ihre Schule auch finanziell.

Sieben Potsdamer Schulen haben im Jahr 1998 durch Energieeinsparprojekte ihre Energiekosten um insgesamt 90.000 DM gesenkt. Via Internet vermeldet das Felix- Klein- Gymnasium in Göttingen, dass 1997/98 im Vergleich zu den Vorjahren 14.000 kWh Strom und 215.000 kWh Heizenergie eingespart wurden. Die Energie AG der Edith- Stein- Schule in Darmstadt hat im Sommer 1998 den Dachboden mit Unterstützung eines Spenders wärmegedämmt und im Vergleich zum Vorjahr den Heizölbedarf um 20% reduziert. In Nürnberg hat die Peter- Vischer- Schule als beste Schule unter 19 die Kosten für Heizung, Strom und Wasser um 17.000 DM gesenkt, von denen die Schule 5.600 DM erhielt. Die BUND- Jugend hat 1999 die Klimawette gegen die Bundesregierung gewonnen: durch die Aktivitäten von Schülerinnen und Schülern wurden die CO2-Emissionen der teilnehmenden Schulen um mehr als 10% reduziert.

Vielerorts hat das Thema „Energie“ Eingang in den Schulalltag gefunden. Schülern bietet das Projekt „Energiesparen an der eigenen Schule“ viele Möglichkeiten: selbstständig Informationen anfordern oder im Internet recherchieren, den Energieverbrauch messen und auswerten, die Daten in den PC eingeben, grafisch aufbereiten und veröffentlichen, gemeinsam mit anderen auf ein Ziel hinarbeiten, andere Schüler und Lehrer für die Idee gewinnen, mit dem Umweltschutz vor Ort anfangen und am Ende gemeinsam den Erfolg zu feiern. Hierbei wird theoretisches Wissen aus vielen Fächern an der eigenen Schule praktisch angewendet.

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Neben einer Begeisterung für Naturwissenschaften, Technik und Umwelt müssen die Energiedetektive auch soziale Fähigkeiten zur Motivation der Mitschüler, Lehrer und Hausmeister einbringen, wie z. B. Teamgeist, Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen – im späteren Berufsleben gesuchte Qualifikationen. Schulen weisen wegen des hohen Heizwärmebedarfs, der Wärmeverluste durch Lüftung und des Stromverbrauchs durch Beleuchtung und Geräte einen hohen Energieverbrauch auf.

In den letzten Jahren hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eine Reihe von Projekten zur energetischen Sanierung von Schulgebäuden gefördert (BINE- Projekt- Info 6/1997). Von den möglichen Energieeinsparungen sind etwa 80% - 95% durch Investitionen in Gebäude und Technik zu gewinnen, während sich 5% - 20% durch bewussteres Nutzerverhalten einsparen lassen. Dieses erfordert geringe Investitionen und ist von Schülern gemeinsam mit Lehrern und Hausmeistern kurzfristig umsetzbar. Vielerorts erhalten die Schulen einen Teil der eingesparten Energiekosten als Belohnung - meistens Beträge zwischen 5.000 und 10.000 DM.

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