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Holz umweltschonend verbrennen

Auch ein nachhaltig gewonnener Energieträger ist bei einer energetischen Nutzung in der ökologischen Gesamtbilanz nicht automatisch umweltfreundlich. Daher haben die Hersteller von Holzheizungen in den letzten beiden Jahrzehnten die Systeme weiterentwickelt und große Fortschritte in Bezug auf Wirkungsgrade und Emissionen erzielt. Für einen schadstoffarmen Betrieb müssen Öfen und Heizkessel auf einen optimalen Verbrennungsprozess ausgelegt sein. Um die technisch mögliche Effizienz im Alltag zu erreichen, ist auch ein entsprechendes Nutzerverhalten nötig. Neue Zentralheizungen müssen mit einem Pufferspeicher kombiniert werden, um den Teillastbetrieb mit seinen höheren Emissionswerten zu vermeiden. Lediglich Pelletkessel können hiervon ausgenommen werden, wenn sie auch im Teillastbereich schadstoffarm funktionieren.

In Holzöfen privater Betreiber darf nur schadstofffreies und unbehandeltes Holz verbrannt werden. Holzöfen und Holzheizungen werden über die Menge des zugeführten Brennstoffs reguliert und nicht über eine Drosselung der Luftzufuhr. Nur bei einer optimalen Sauerstoffversorgung verläuft der Verbrennungsvorgang optimal. In einigen Öfen misst eine Lambdasonde die Sauerstoffversorgung des Verbrennungsprozesses, ähnlich wie in Automotoren, und optimiert die Luftzufuhr entsprechend. Neben dem trockenen Brennstoff und dem optimalen Verbrennungsprozess ist die regelmäßige Reinigung und Wartung die dritte Säule des umweltfreundlichen Betriebs. Bereits geringe Rußablagerungen im System verschlechtern den Wirkungsgrad und die Abgaswerte.

Aktuelles Ziel der Umweltpolitik ist es, den Feinstaubgehalt in der Außenluft zu senken. Dieser kann weit ins menschliche Atemsystem vordringen und dort gesundheitliche Schäden hervorrufen. Neben dem Straßenverkehr gehören auch Holzheizungen zu den großen Verursachern. Ab 2015 gelten verschärfte Staubgrenzwerte auch für neue Zentralheizungen ab 4 kW und Einzelöfen. Für Altanlagen treten diese Grenzwerte mit verschiedenen Übergangsfristen, gestaffelt nach dem Datum der Errichtung, beginnend mit dem 31.12.2017 und bis spätestens zum 1. Jan. 2025 in Kraft. Die Anlagenhersteller haben hierauf reagiert und ihre Brennertechnik weiter optimiert. Auch Systeme mit elektrostatischen Staubabscheidern und Katalysatoren sind im Angebot.

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