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Gasaufbereitung und Energienutzung

Das Rohgas wird entfeuchtet und entschwefelt. Das garantiert einen möglichst hohen Heizwert und vermeidet Korrosion an Armaturen und Motoraggregaten. Zur Entschweflung wird eine kleine Menge Luft in den anaeroben Biogasprozess eingeleitet. Schwefelbakterien können dann bis zu 95 % des Schwefelwasserstoffs in Wasser und elementaren Schwefel umwandeln. Das Biogas verlässt den Fermenter mit etwa 35 °C und 100 % wasserdampfgesättigt. Bei der Abkühlung auf 10 °C kondensieren pro m³ etwa 30 g Wasser und viele Spurengase werden entfernt.

Abhängig vom Methangehalt, der zwischen 50 und 75 % liegt, erzeugt ein BHKW aus einem m³ Biogas 1,5 – 3 kWhel plus Wärmeenergie, also etwa 5,0 – 7,0 kWhgesamt.

In den meisten BHKW werden umgerüstete Dieselmotoren um Antrieb des Stromgenerators verwendet, die tolerant gegen wechselnde Gaszusammensetzungen sind. In Pilotanlagen treibt Biogas Gasturbinen an. Längerfristig kann sehr hoch gereinigtes Bioerdgas auch in Brennstoffzellen eingesetzt werden.

In bald 100 Anlagen wird aufbereitetes Biomethan ins Erdgasnetz eingespeist. 2009 wurden bereits etwa 200 Mio. Normkubikmeter erreicht. Ziel der Bundesregierung ist es, sechs Mrd. Normkubikmeter pro Jahr bis 2020 zu erreichen.

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