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Durchschnittliche Biogaserträge verschiedener Substrate von Gülle bis Maissilage [m³ Biogas/t Frischmasse (FM) Substrat]
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Mais bringt den höchsten Ertrag pro Hektar und stellte im Jahr 2010 drei Viertel der in Biogasanlagen eingesetzten Pflanzen-Masse.
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Was reinkommt, damit Gas rauskommt

Bei der Verwertung biologischer Reststoffe eignen sich für die Kompostierung eher „trockene“, langfaserige Abfälle und solche mit hohem Holzanteil, für die Biogasproduktion flüssige mit 5 – 15 % organischer Trockenmasse. Als Basissubstrate werden insbesondere Schweine- und Rindergülle eingesetzt, auch Rinderfestmist und Geflügelmist werden vergoren. Dazu kommen hauptsächlich nachwachsende Rohstoffe. Danach folgen Ernterückstände, Rasenschnitt, Fette, Speiseabfälle, Bioabfall und Abfälle aus der Lebensmittelindustrie. Die erzielbaren Gaserträge werden vom Energiegehalt der Substrate bestimmt.

Energiemais bringt die höchsten Flächenerträge und ermöglicht unter den aktuellen Marktbedingungen höhere Erlöse als Milch- und Getreideproduktion. Er dominiert den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und verdrängt andere Anbaufrüchte. Grünland wird umgebrochen, Fruchtfolgen werden enger, es drohen Boden-Erosion und Humusabbau.

Inzwischen landen 800.000 ha Silomais, ein Viertel der deutschen Erzeugung, in der Gärkammer statt im Tiermagen. Experten erwarten, dass durch die Nachfrage der Bioenergie-Produzenten die Preise für Getreide und Nahrungsmittel steigen.

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