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Muldenmangel mit optimierter Temperaturregelung
03.04.2012

Waschen, Glätten, Falten und Energie sparen

In Hotels, Krankenhäusern und Pflegeheimen fallen riesige Berge Schmutzwäsche an. Diese werden in Wäschereien mit hohem Energieaufwand gesäubert und geglättet. Dabei setzen die Textildienstleister Mangeln ein. Eine neu entwickelte Muldenmangel schafft das mit deutlich geringerem Energieaufwand. Im jetzt erschienenen BINE-Projektinfo „Bettlaken im Sparmodus glätten“ (03/2012) werden der Bügelautomat und erste Ergebnisse vorgestellt.

In der Wäschereibranche entfallen 85% des Energieverbrauchs auf die Wärmeerzeugung. Verschiedene Faktoren beeinflussen den Wärmeenergiebedarf: der Wärmeübergang in der Heizmulde, Wärmeverluste durch Abluft, die Auslastung der Anlagen sowie die Feuchte der Textilien. In einem Feldversuch konnte durch die neu entwickelte Muldenmangel der Gesamtenergieverbrauch beträchtlich gesenkt werden. Die Wärmeerzeugung erfolgte dabei über einen Brenner auf Erdgasbasis. Eine verbesserte Regelung managt die Temperatur der thermoölbeheizten Heizbandtechnik. Ein Luft-Wasser-Wärmetauscher gewinnt am Ende einen Teil der Abwärme zurück. Insgesamt konnte so der Energieverbrauch der Gesamtanlage etwa halbiert werden.

In erster Linie wird Flachwäsche (Laken, Bett- und Tischwäsche) gemangelt. Nach dem Waschen weisen die Textilien noch eine Restfeuchte von 50% auf. In diesem Zustand werden sie in einer Muldenmangel – je nach Textilgut – bei rund 200 °C und 80 mbar Anpressdruck geglättet. Die Feuchte in der Wäsche bietet einen Schutz gegen die hohen Temperaturen während des Mangelns und ihr Wert beträgt am Ende noch 2%. So können die Textilien anschließend gefaltet und ausgeliefert werden. Das BINE-Projektinfo „Bettlaken im Sparmodus glätten“ (03/2012) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info oder 0228 92379-0.

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Waschen, Glätten, Falten und Energie sparen

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