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Technik von heute erhält das Erbe der Vergangenheit
13.01.2015

Museumsgebäude rüsten für die Zukunft

Mehr als 7.000 Museen in Deutschland bewahren und präsentieren Kunstwerke, archäologische Schätze, lokale und nationale Historie, die Tierwelt oder technische Erfindungen. In all diesen Einrichtungen sind die Anforderungen an Gebäude und Haustechnik hoch und oft wächst den Trägern der Energieverbrauch über den Kopf. Das neue BINE-Themeninfo „Museen nachhaltig sanieren“ (II/2014) stellt die Ergebnisse eines umfangreichen Forschungsprojekts zur ganzheitlichen Sanierung dieser Gebäude und deren Technik vor. Die Analysen und Empfehlungen betreffen die verschiedenen baulichen und technischen Optionen für die konservatorischen Anforderungen, die zur langjährigen Bewahrung der Kulturgüter zu erfüllen sind. Außerdem spielen der Besucherkomfort und der Denkmalschutz eine Rolle.

Viele Museumsgebäude wurden im 19. Jahrhundert errichtet und besonders repräsentativ gestaltet. Heute ist oft unverkennbar, dass ihre Bausubstanz sanierungsbedürftig und der Energiebedarf zu hoch ist. In einem umfangreichen Forschungsprojekt haben Wissenschaftler von fünf deutschen Hochschulen in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Bauphysik Empfehlungen zur nachhaltigen Sanierung von Museumsgebäuden erarbeitet und jetzt als BINE-Themeninfo veröffentlicht. Das Team war in zahlreiche Planungen und Bauvorhaben eingebunden. Dabei ging es stets darum, die Gesamtenergiebilanz zu verbessern und alle Anforderungen mit möglichst geringem Technikaufwand zu erfüllen. Eine grundlegende energetische Sanierung der Gebäude ist eine Voraussetzung, damit Museen zukünftig kosteneffizienter arbeiten können.

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Abbildung 1: Die Sanierung der Kunsthalle Mannheim ist eines der Praxisbeispiele im neuen BINE-Themeninfo. (© Kunsthalle Mannheim / Cem Yücetas 2014)

Abbildung 1:
Die Sanierung der Kunsthalle Mannheim ist eines der Praxisbeispiele im neuen BINE-Themeninfo. (© Kunsthalle Mannheim / Cem Yücetas 2014)

Abbildung 2: Mit einer dem Denkmal angepassten Wärmedämmung, einer neuen Verglasungsebene und einer Flächenheizung konnte der Primärenergiebedarf der Kunsthalle Mannheim um ca. 60 % gesenkt werden. (© Kunsthalle Mannheim /Brigida Gonzales)

Abbildung 2:
Mit einer dem Denkmal angepassten Wärmedämmung, einer neuen Verglasungsebene und einer Flächenheizung konnte der Primärenergiebedarf der Kunsthalle Mannheim um ca. 60 % gesenkt werden. (© Kunsthalle Mannheim /Brigida Gonzales)