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Energetisches Potenzial der Wasserhaltung erschlossen
22.10.2013

Heizwärme aus einem Bergwerk

Auch in Zukunft muss im Ruhrgebiet das mit der Zeit ansteigende Grubenwasser aus ehemaligen Steinkohlebergwerken abgepumpt werden. So sichert die RAG die Stabilität des Bodens und schützt das Trinkwasser. Das BINE-Projektinfo „Heizwärme aus Grubenwasser“ (13/2013) stellt ein Pilotprojekt an der Zeche Robert Müser in Bochum-Werne vor, bei dem die in diesem Wasser enthaltene Wärme ausgekoppelt und energetisch genutzt wird. Seit einem Jahr werden damit zwei Schulen, ein Schwimmbad, eine Mensa und die Hauptfeuerwehrwache Bochum geheizt.

In Bochum werden rund 10 Millionen m³ Grubenwasser mit einer Temperatur von 20 °C aus 600 m Tiefe gefördert. Die entzogene Wärme wird auf einen zweiten Wasserkreislauf in einem kalten Nahwärmenetz übertragen und zu den einzelnen Gebäuden geleitet. Erst dort erzeugen Wärmepumpen die notwendigen Vorlauftemperaturen für die Gebäudeversorgung. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in den geringeren Investitionskosten und Wärmeverlusten beim Transport.

Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt der Stadtwerke Bochum sollen den Weg ebnen, das bislang ungenutzte energetische Potenzial aus der Wasserhaltung zu erschließen. Die RAG Aktiengesellschaft schätzt, dass im Ruhrgebiet insgesamt 100 Mio. m³ gefördertes Grubenwasser energetisch genutzt werden könnten, was für eine Wärmeversorgung von bis zu 10.000 Haushalten ausreichen würde. An anderen Zechenstandorten werden Grubenwässer aus größerer Tiefe mit Temperaturen von bis zu 50 °C gefördert.

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