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Geothermische Anlagen lassen sich kostengünstig in Tunnel integrieren
24.07.2013

Erdwärme in Innenstädten erschließen

Wenn in Innenstädten neue Tunnelbauwerke errichtet werden, ist das eine gute Chance, mit geringem Aufwand parallel auch Erdwärme zu erschließen. Diese lässt sich beispielsweise zum Beheizen und Kühlen von Gebäuden verwenden. Das BINE-Projektinfo „Klimatisieren mit Erdwärme aus U-Bahn-Tunneln“ (09/2013) stellt ein Forschungsprojekt in Stuttgart vor. Das Ziel ist, die Auswirkungen der Wärmeentnahme auf das umgebende Erdreich zu erforschen.

Zwei zehn Meter lange Tunnelabschnitte wurden beim Bau mit Absorbern ausgestattet. Dafür wurden die Leitungen auf dem Spritzbeton der Tunnelaußenschale montiert und mit dem Ortsbeton der Innenschale eingegossen. Beide Absorber sind mit einer Wärmepumpe verbunden. Mit dieser Anlage simulieren die Forscher verschiedene Entnahmeprofile. Die Messungen zeigen, dass die Temperatur des Erdreichs nur bis in eine Entfernung von acht Metern beeinflusst wird. Weiterhin untersuchten die Wissenschaftler den Einfluss des Grundwassers und der Tunnelluft auf die Leistung der Anlage.

Die Institute für Gebäudeenergetik und für Geotechnik der Universität Stuttgart haben die Messungen durchgeführt. Die Teststrecke wurde am Neubau der U-Bahn-Linie 6 der Stuttgarter Straßenbahn AG installiert.

Merkzettel

Bilder zum Download

Hinweis: Alle hier downloadbaren Abbildungen dürfen nur im Kontext einer Berichterstattung zu diesem Forschungsprojekt verwendet werden.

Erdwärme in Innenstädten erschließen

Das BINE-Projektinfo „Klimatisieren mit Erdwärme aus U-Bahn-Tunneln“ (09/2013)

Minicover
(300 dpi, tiff, 2,4 MB)

Abbildung 1: Energie aus dem U-Bahn-Tunnel: Die Rohre zur Nutzung der Erdwärme sind in die Tunnelwand eingegossen. 
(© Stuttgarter Straßenbahn AG)

Abbildung 1
Energie aus dem U-Bahn-Tunnel: Die Rohre zur Nutzung der Erdwärme sind in die Tunnelwand eingegossen. (© Stuttgarter Straßenbahn AG)

Abbildung 2: Diese 3-D-Ansicht zeigt den Energieblock im Fasanenhoftunnel mit den Absorberleitungen zwischen Innen- und Außenschale. 
(© Universität Stuttgart, IGE)

Abbildung 2
Diese 3-D-Ansicht zeigt den Energieblock im Fasanenhoftunnel mit den Absorberleitungen zwischen Innen- und Außenschale. (© Universität Stuttgart, IGE)