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Thermische Behaglichkeit in nicht-klimatisierten Gebäuden verbessern
23.03.2016

Bei Sommerhitze komfortabel arbeiten

Viele Büro- und Verwaltungsgebäude im Bestand sind nicht klimatisiert. Dies erschwert bei steigenden Temperaturen konzentriertes Arbeiten. Wissenschaftler haben analysiert, mit welchen Maßnahmen die Nutzerzufriedenheit verbessert werden kann. Das BINE-Projektinfo „Kühler Kopf trotz Sommerhitze“ (04/2016) stellt Untersuchungen sowie Modelle zur Bewertung der thermischen Behaglichkeit vor.

Das persönliche Empfinden der Nutzer beeinflusst die Beurteilung des thermischen Komforts. Diese kann je nach Jahreszeit unterschiedlich sein. Beispielsweise werden im Sommer höhere Raumtemperaturen toleriert als im Winter. Es zeigte sich in Versuchen, dass die Probanden mit dem thermischen Komfort zufriedener sind, wenn sie das Raumklima selbst beeinflussen können, zum Beispiel indem sie Fenster öffnen und den Sonnenschutz oder Deckenventilatoren individuell bedienen können. Die Wissenschaftler führten in sechs Bürogebäuden in Karlsruhe und Stuttgart Felduntersuchungen durch. Zusätzlich fanden Versuchsreihen auf verschiedenen Testständen statt.

Als ein Ergebnis ihrer Untersuchungen kombinierten die Forscher die beiden gängigen Komfortmodelle, PMV-(Predictive Mean Vote) – Modell und adaptives Modell, zum so genannten adaptiven Bilanzmodell (ATHB). Jetzt können neben den Standardfaktoren wie zum Beispiel Lufttemperatur, Luftgeschwindigkeit und gleitender Mittelwert der Außentemperatur auch psychologische oder gebäudebezogene Faktoren (z.B. Art der Klimatisierung) berücksichtig werden. Komfortmodelle dienen dazu, die thermische Behaglichkeit in Gebäuden objektiv beurteilen und modellieren zu können. Sie sind unter anderem Bestandteil von Normen.

Das Projekt „Passiv Kühl“ wird von Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Bergischen Universität Wuppertal gemeinsam durchgeführt.

Merkzettel

Projektinfo
(4 Seiten, pdf, 789 kB)

Bilder zum Download

Hinweis: Alle hier downloadbaren Abbildungen dürfen nur im Kontext einer Berichterstattung zu diesem Forschungsprojekt verwendet werden.

Das BINE-Projektinfo „Kühler Kopf trotz Sommerhitze“ (04/2016)

Minicover
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Einige Versuche zum Projekt „Passiv Kühl“ wurden im Teststand LOBSTER an der Universität Wuppertal durchgeführt. Auf dem drehbaren Teststand können verschiedene Gebäudeorientierungen simuliert werden. Quelle: BINE Informationsdienst, Johannes Lang

Abbildung 1
Einige Versuche zum Projekt „Passiv Kühl“ wurden im Teststand LOBSTER an der Universität Wuppertal durchgeführt. Auf dem drehbaren Teststand können verschiedene Gebäudeorientierungen simuliert werden (© Johannes Lang, BINE Informationsdienst).

Versuche im Teststand LOBSTER zeigten, dass die Bewertung des thermischen Komforts umso schlechter wurde, je mehr Personen im Raum waren. (© BINE Informationsdienst, Johannes Lang).

Abbildung 2
Versuche im Teststand LOBSTER zeigten, dass die Bewertung des thermischen Komforts umso schlechter wurde, je mehr Personen im Raum waren (© Johannes Lang, BINE Informationsdienst).

Video-Interview mit dem Projektleiter Dr. Marcel Schweiker vom Karlsruher Institut für Technologie zu Untersuchungen zum Thema "Thermische Behaglichkeit in Bürogebäuden".