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Koronaverfahren ersetzt Glühöfen
21.05.2013

Aluminiumfolie schneller entfetten

Um Essen frisch und warm zu halten, nutzen Haushalte und Industrie die nahezu luftdichten Aluminiumfolien. Dazu reicht schon eine Folienstärke von weniger als 0,007 Millimetern – das ist noch dünner als ein menschliches Haar. Um diese geringe Dicke zu erreichen, wird die Aluminiumfolie zweilagig gewalzt. Damit sie nicht verklebt, wird ein lebensmittelkritisches Trennöl aufgegeben.

Diese Fettschicht muss entfernt werden, bevor die Folie mit Lebensmitteln in Berührung kommt. Damit das Trennmittel verdampft, wird die aufgerollte Aluminiumfolie bisher bis zu hundert Stunden in Glühöfen erhitzt. Eine Koronabehandlung soll die aufwendige Entfettung ersetzten. Der Maschinenbauer Kampf Schneid- und Wickeltechnik aus Wiehl hat eine Pilotanlage entwickelt. Das BINE-Projektinfo „Aluminiumfolie entfetten mit Koronabehandlung“ (04/2013) stellt das Verfahren vor.

Das Koronaverfahren kann inline in die Produktionsstraße eingefügt werden. Nach dem Trennen der gedoppelten Folie läuft sie durch die Koronastation. Die Folie wird durch ein atmosphärisches Luftplasma entfettet. Dazu läuft sie über eine geerdete Walze, über der sich Hochspannungselektroden befinden. Ionen des Plasmas treffen mit hoher Energie auf die Folie. Dadurch oxidiert das Trennöl.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat dieses Forschungsprojekt gefördert.

Merkzettel

Bilder zum Download

Hinweis: Alle hier downloadbaren Abbildungen dürfen nur im Kontext einer Berichterstattung zu diesem Forschungsprojekt verwendet werden.

Aluminiumfolie schneller entfetten

Das BINE-Projektinfo „Aluminiumfolie entfetten mit Koronabehandlung“ (04/2013)

Minicover
(300 dpi, tiff, 2,9 MB)

Mit den Erkenntnissen aus der ersten Versuchsanlage bauten die Entwickler von Kampf eine Pilotanlage. Die Elektrodenstäbe sorgen für eine gleichmäßige Koronabehandlung über die gesamte Breite der Aluminiumfolie. Quelle: Christina Geimer, BINE Informationsdienst

Abbildung 1
Mit den Erkenntnissen aus der ersten Versuchsanlage bauten die Entwickler von Kampf eine Pilotanlage. Die Elektrodenstäbe sorgen für eine gleichmäßige Koronabehandlung über die gesamte Breite der Aluminiumfolie. Quelle: Christina Geimer, BINE Informationsdienst
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Die Koronastation soll an einen solchen Sepamat zur Aufwicklung der Folie angeschlossen werden. Quelle: Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG

Abbildung 2
Die Koronastation soll an einen solchen Sepamat zur Aufwicklung der Folie angeschlossen werden.
Quelle: Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG
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