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Verdichteter Mietwohnungsbau erfordert spezielle Sanierungskonzepte für effiziente Heizungssysteme.
© Michael Gaida, pixabay.com (Symbolbild)
Gebäudesanierung
15.03.2018

Beispielhaftes Niedrig-Exergie-Energieversorgungskonzept für ein Bestands-Mehrfamiliengebäude bestehend aus einer elektrische Wärmepumpe, einem Trennspeicher für Trink-/ Heizwasser, dezentralen Frischwasserstation als 4-Leitersystem und elektrischer Zusatzheizung für Trinkwassererwärmung zentral oder dezentral.
© Fraunhofer ISE

Wärmepumpen für Mehrfamilienhäuser optimieren

Für die Wärmeversorgung von Mehrfamilienhäusern im Bestand werden Lösungen für den Einsatz von Niedrig-Exergie-Systemen entwickelt. Zu diesen Haustechniksystemen gehören Elektro- und Gaswärmepumpen sowie Wärmeübergabe- und Lüftungssysteme. Dabei werden unterschiedliche Systemkonzepte verschiedenen Gebäudetypen und Sanierungsprozessen zugeordnet und bewertet. Ziel ist, die entwickelten Wärmepumpensysteme und Komponenten in beispielhaften Sanierungsvorhaben zu realisieren und zu evaluieren.

Rund die Hälfte der Wohnungen in Deutschland befindet sich in Mehrfamilienhäusern (MFH). Der überwiegende Teil der großen MFH stammt aus den 1970er Jahren, während die meisten kleineren MFH in den 1960er errichtet wurden. Die Gebäude verfügen in der Regel über keine Lüftungsanlagen. Die Heizungsanlagen dienen sowohl der Raumwärme als auch der Brauchwassererwärmung und werden überwiegend mit Gas betrieben.

Für den Erfolg der Energiewende gilt es, zur Wärmeversorgung dieser Bestandsgebäude nachhaltige Technologien einzusetzen. Wärmepumpen, die mit Strom oder mit thermischer Energie angetrieben werden, haben ein erhebliches Potenzial, die spezifischen C02-Emissionen für die Wärmebereitstellung im sanierten Bestand zu senken. Allerdings sind damit spezielle Anforderungen sowohl an Übergabesysteme für Raumwärme und Warmwasserbereitung (Wärmesenken) als auch an die Nutzbarmachung von Umweltwärme (Wärmequelle) verbunden. Dies gilt besonders, wenn der Exergiebedarf für die Wärmebereitstellung gering gehalten werden soll.

Niedrig-Exergie-Systeme für Mehrfamilienhäuser

Im Projektverbund sollen Lösungen für den Einsatz von Elektro- und Gas-Wärmepumpen, Wärmeübergabe- und Lüftungssystemen in energetisch sanierten Gebäuden analysiert, entwickelt und an Mehrfamilienhäusern demonstriert und evaluiert werden. Dabei sind Nutzerkomfort, wirtschaftliche Aspekte und die Verringerung von Emissionen entscheidende Kriterien. Ziel ist es, die Systeme für die Sanierung des Gebäudebestands umfassend weiterzuentwickeln, ihre Wirtschaftlichkeit zu erhöhen und einen sicheren und energieeffizienten Betrieb zu sichern.

Die Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im Modul 1 „Solares Bauen“ stehen Projekte zu den Themen energieeffiziente Gebäude und Gebäudeensembles im Fokus. Das vorgestellte Projekt fokussiert auf die Analyse des Mehrfamilienhausbestands mit Blick auf Niedrig-Exergie-Systeme und die Entwicklung entsprechender Systemkonzepte für die Sanierung von Mehrfamilienhäusern.

Eine ausführliche Darstellung dieses Forschungsverbunds finden Sie auf dem Portal der Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN.

(mm)

Merkzettel

Adressen

Projektpartner
KIT-FSM

Projektpartner
Fraunhofer ISE

Links

Energetisch Modernisieren mit Niedrig-Exergie-Systemen
Projektvisitenkarte auf der Website ENERGIEWENDEBAUEN

ENERGIEWENDEBAUEN
Projekte, Berichte, Nachrichten
und Analysen aus der Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN

Infotipps

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BINE-Projektinfo 09/2017

Forschungsförderung

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.