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News  – Nachrichten aus der Energieforschung

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Die Arbeitsgruppen präsentierten und diskutierten ihre Forschungsergebnisse auf dem Jahrestreffen 2018 des Forschungsnetzwerks Energiesystemanalyse.
© Jutta Perl-Mai, BINE Informationsdienst
Forschungsnetzwerk Energiesystemanalyse
25.04.2018

Jens Winkler aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie begrüßte die Teilnehmer des Forschungsnetzwerkes Energiesystemanalyse. Er betonte die Bedeutung der Ergebnisse für die künftige Energieforschungspolitik.
© Jutta Perl-Mai, BINE Informationsdienst

Die fünf Arbeitsgruppen des Forschungsnetzwerks Energiesystemanalyse
© Jutta Perl-Mai, BINE Informationsdienst

Interaktives Jahrestreffen der Arbeitsgruppen

Die systemanalytische Betrachtung des kompletten Energiesystems, die Entwicklung und Evaluierung von Modellen sowie die Beratung über die künftigen Förderstrategien, dies sind die Themen des Forschungsnetzwerkes Energiesystemanalyse. In der Alten Börse in Berlin-Marzahn trafen sich 190 Teilnehmer aus Forschung, Industrie, Verbänden und Politik in fünf Arbeitsgruppen zum Jahrestreffen 2018.

Für den Erfolg der Energiewende sind ein strukturiertes und optimiertes Zusammenwirken vernetzter Strukturen und Technologien sowie eine intensivere Verbindung bisher getrennter Sektoren wichtig. Die Wechselwirkungen zwischen Akteuren, Technologien und Märkten wachsen stetig. Innerhalb der sieben Forschungsnetzwerke Energie arbeitet die Systemanalyse an diesen Themen. Das Forschungsnetzwerk Energiesystemanalyse wurde im Jahr 2015 gegründet. Derzeit beteiligen sich rund 420 Mitglieder in den fünf Arbeitsgruppen: Daten und Datenbanken, Akteursstrukturen und –verhalten, Modellkopplung und Gesamtsystem, Vergleichbarkeit und Transparenz sowie Methoden und Komplexitätsreduktion. Das diesjährige Jahresarbeitstreffen gab einen Rückblick auf die Arbeiten in 2017 sowie einen Ausblick auf die laufenden Aktivitäten.

Jens Winkler aus dem Referat Energieforschung, Grundsatzfragen und Strategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eröffnete die Veranstaltung im historischen ehemaligen Handelszentrum Alte Börse in Berlin-Marzahn. Er betonte die Bedeutung der Systemanalyse für die Energieforschungspolitik. So ermöglicht die Untersuchung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen die Unterstützung energiepolitischer Entscheidungen. Die Erhöhung von Transparenz und Vergleichbarkeit systemanalytischer Untersuchungen ist ein wichtiges Anliegen der wissenschaftlichen Systemanalyse. Wichtige Impulse steuern die Mitglieder auch zu den verschiedenen Förderaufrufen bei, wie beispielsweise MODEX im Dezember 2017. Hierzu gingen 150 Modell Fact Sheets mit Interessenbekundungen zur Teilnahme an Modellexperimenten über aktuelle systemanalytische Fragestellungen ein. Bewilligungen sind noch in diesem Jahr vorgesehen. Die Ergebnisse werden u. a. im Rahmen der künftigen Jahrestreffen vorgestellt.

Ministerieller Beirat

Ende des Jahres 2017 wurden alle Forschungsnetzwerke, so auch die Energiesystemanalyse, um einen ministeriellen Beirat ergänzt. Durch diese sind die verschiedenen Fachreferate des BMWi enger in die Arbeiten der Netzwerke eingebunden, um so den Dialog zwischen Forschung und Politik über Rahmenbedingungen und Zukunftsthemen zu intensivieren.

Anschließend stellten die Gruppensprecher den aktuellen Stand ihrer Arbeiten in Kurzvorträgen vor: Carsten Hoyer-Click / DLR (AG 1 Daten & Datenbanken), Prof. Aaron Praktiknjo / RWTH Aachen (AG 2 Akteursstrukturen & Akteursverhalten), Dr. Peter Markewitz / FZ Jülich (AG 3 Modellkopplung & Gesamtsystem), Berit Müller / Reiner Lemoine Institut (AG 4 Vergleichbarkeit & Transparenz) und Frieder Borggrefe / DLR (AG 5 Methoden & Komplexitätsreduktion). Vertreter der Arbeitsgruppen präsentierten in einer begleitenden Ausstellung auf 31 Postern die bisherigen Ergebnisse aus laufenden Forschungsprojekten. Für registrierte Teilnehmer werden die Poster und Präsentationsfolien des Jahrestreffen 2018 in Kürze auf der Webseite des Forschungsnetzwerkes eingestellt.

Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt darin, Empfehlungen für das 7. Energieforschungsprogramm zu erarbeiten. Diese Empfehlungen sind in den Bericht des BMWi „Konsultationsprozess für das Energieforschungsprogramm der Bundesregierung“ eingegangen. Der Bericht steht zum Download bereit.

Schnittstelle zwischen Forschung und Politik

Die Forschungsnetzwerke Energie bilden die Schnittstelle zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis. Mit derzeit sieben Forschungsnetzwerken wird sich die Energieforschung künftig stärker auf systemische Ansätze konzentrieren und den Ergebnistransfer in die Praxis in den Fokus nehmen. Im Mittelpunkt stehen hier die strategische Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft und die Intensivierung der operativen Zusammenarbeit.

(jp)

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Energieforschungsprogramm
Informationen über die Entwicklungen und Fortschritte auf dem Weg zu einem neuen Energieforschungsprogramm.

Forschungsnetzwerk Energiesystemanalyse
Forschung in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz und deren Weiterentwicklung in einem systemorientierten Ansatz