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KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“: Seit dem 1. August 2015 gibt es verbesserte Förderkonditionen für Wohngebäude, wie etwa für die Außendämmung eines Wohnhauses (im Bild).
© KfW-Bildarchiv / Thomas Klewar
Förderprogramme für energieeffiziente Gebäude
13.08.2015

Finanzspritze für Sanierung und Neubau

Die Bundesregierung will bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Dieses ehrgeizige Ziel erfordert von Gebäudeeigentümern hohe Investitionen für die Sanierung oder den Neubau. Finanzielle Unterstützung dafür bieten die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Am 1. August 2015 verbesserte die KfW für Wohngebäude die Förderkonditionen für das Programm „Energieeffizient Sanieren“ deutlich. Kommunen können zudem ab dem 1. Oktober 2015 auch Neubauten von Nichtwohngebäuden fördern lassen.

Meist führen Hausbesitzer eine energetische Sanierung schrittweise durch, um die finanzielle Belastung zu verteilen. Dies zeigt die von der Deutschen Energieagentur ausgewertete Förderstatistik der KfW. Dabei steht der Austausch alter Heizkessel an der Spitze der am häufigsten durchgeführten Maßnahmen gefolgt von der Erneuerung der Fenster. Jede Einzelmaßnahme verringert die Energiekosten und kommt dem Klima zugute. Diesen Trend unterstützt die KfW im Programm „Energieeffizient Sanieren-Kredit“ und gewährt ab dem 1. August 2015 zusätzlich zum günstigen Darlehen einen Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent für umgesetzte Einzelmaßnahmen, maximal 3.750 Euro je Wohneinheit.

Deutlich bessere Konditionen für Sanierung zum KfW-Effizienzhaus

Neben den günstigen Zinsen der KfW wurde die Kreditsumme von 75.000 Euro auf maximal 100.000 Euro pro Wohneinheit aufgestockt. Ein Teil des Kredits muss nicht zurückgezahlt werden und wird nach Abschluss der Maßnahmen als Tilgungszuschuss erstattet. Die Höhe staffelt sich nach dem erreichten energetischen Standard und wurde für alle KfW-Effizienzhäuser um 5 Prozent angehoben. Für ein KfW-Effizienzhaus 55 beträgt dieser bis zu 27.500 Euro pro Wohneinheit.

Ist kein Kredit gewünscht, besteht die Möglichkeit eines Zuschusses für die energetische Sanierung eines Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung. Auch hier wurde der Zuschuss seit dem 1. August um 5 Prozent angehoben. Für ein KfW-Effizienzhaus 55 werden 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten gewährt. Das sind maximal 30.000 Euro je Wohneinheit. Für Einzelmaßnahmen, wie beispielsweise die Erneuerung der Fenster oder die Wärmedämmung der Fassade, beträgt der Zuschuss nach wie vor 10 Prozent, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit.

Unabhängig von der Anzahl der Wohneinheiten gilt die Förderung für alle Wohngebäude, für die vor dem 1. Februar 2002 der Bauantrag gestellt oder die Bauanzeige erstattet wurde.

Neubau und Sanierung kommunaler Nichtwohngebäude

Ab dem 1. Oktober 2015 fördert die KfW auch den Neubau energieeffizienter Nichtwohngebäude mit den Programmen „IKK-Energieeffizient Bauen und Sanieren“ und „IKU-Energieeffizient Bauen und Sanieren“. Mit einem zinsgünstigen Kredit werden 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten finanziert und zusätzlich ein Tilgungszuschuss in Höhe von 5 Prozent gewährt. Das sind maximal 50 Euro pro Quadratmeter für ein KfW-Effizienzhaus 55.
Die Förderkonditionen für die Sanierung von Nichtwohngebäuden verbessern sich ebenfalls zum 1. Oktober. Finanziert werden dann 100 Prozent der entstehenden Kosten mit einem zinsgünstigen Kredit. Außerdem gewährt die KfW auch einen Tilgungszuschuss für die Durchführung energetischer Einzelmaßnahmen, wie etwa die Dämmung der Fassade und Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz. Dieser beträgt 5 Prozent des Kreditbetrages, maximal 50 Euro pro Quadratmeter.

Fördermittelservice vom BINE Informationsdienst

Neben den Förderprogrammen der KfW gibt es weitere interessante Möglichkeiten, Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für den Einsatz erneuerbarer Energien oder für energiesparende Maßnahmen zu erhalten. Beispielsweise übernimmt die L-Bank Baden-Württemberg die verbesserten Konditionen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren-Kredit“ und gewährt einen um 5 Prozent höheren Tilgungszuschuss. Doch wie an die richtigen Informationen kommen? BINE Informationsdienst bietet mit www.energiefoerderung.info recherchierte Förderprogramme für private Investoren an. Während Förderprogramme für Privatleute oft sehr übersichtlich sind, ist die Suche nach Finanzierungshilfen für Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen oft schwierig. Die Online-Datenbank Förderkompass Energie bietet hier Unterstützung mit umfangreichen und tagesaktuellen Informationen zu allen relevanten Förderprogrammen der Europäischen Union, des Bundes, der Bundesländer, der Kommunen und Energieversorger einschließlich Merkblättern und Antragsformularen. Eine komfortable Suche ermöglicht den schnellen Zugriff auf die gewünschten Programme. 

(mm)

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