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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler weiht im brandenburgischen Falkenhagen eine Demonstrationsanlage für das Power-to-Gas-Verfahren ein.
© BMWi
Power-to-Gas
30.08.2013

Die Power-to-Gas-Anlage von Eon produziert 360 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde.
© Eon

Windkraft ins Gasnetz

Mit 4.400 Megawatt installierter Leistung ist Brandenburg der zweitwichtigste Windenergiestandort. Dabei übersteigt die Produktion zeitweise den Bedarf und die Netzkapazität. Im brandenburgischen Falkenhagen hat Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nun eine Demonstrationsanlage zum Power-to-Gas eingeweiht. Damit soll überschüssiger Strom aus Windkraftanlagen im Erdgasnetz zwischengespeichert werden.

Bei Power-to-Gas wird durch Elektrolyse regenerativ erzeugter Strom in Wasserstoff umgewandelt. Dieser wird anschließend in das regionale Ferngasnetz eingespeist. So kann daraus bei Bedarf wieder Strom und Wärme erzeugt werden. „Die Integration zunehmender Anteile fluktuierender erneuerbarer Energien ist eine der großen Herausforderungen der Energiewende. Um die Systemstabilität im Stromnetz und die Versorgungssicherheit für unseren Wirtschaftsstandort langfristig sicherzustellen, brauchen wir nicht nur einen zügigen Netzausbau, sondern auch innovative Lösungen, wie beispielsweise die Power to Gas-Anlage hier in Falkenhagen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler bei der Eröffnung Ende August 2013.

Power-to-Gas mit 360 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde

Die Power-to-Gas-Anlage vom Energieerzeuger Eon soll künftig 360 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde erzeugen. Der Strom für die Power-to-Gas-Anlage kommt aus einem nahegelegenen Windpark. Mittels Elektrolyse wird der Strom in Wasserstoff umgewandelt. Die Demonstrationsanlage soll dazu dienen, die Prozesskette vom Windstrom bis zum Wasserstoff zu testen und weiterzuentwickeln. Insbesondere sollen die Kosten der Technik gesenkt werden.

Um Forschungsprojekt zu Energiespeichern zu fördern hat die Bundesregierung die Förderinitiative Energiespeicher ins Leben gerufen. In der ersten Phase stellen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung rund 200 Millionen Euro für Forschungsvorhaben bereit. Weitere Informationen zur Forschung liefert das Portal Energiespeicher.

(cg)

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