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Im Morgenstadt-Projekt identifizieren Fraunhofer Forscher mit internationalen Partnern Veränderungsprozesse in Städten. Das dient als Grundlage, um einen Fahrplan für die Stadt von Morgen zu entwickeln.
© Fraunhofer IBP
Fraunhofer Innovationsnetzwerk
12.02.2013

Stadtsysteme der Zukunft erforschen

Wie wird die Stadt aussehen, in der die Menschen in Zukunft leben und arbeiten? Im Projekt „Morgenstadt” identifizieren Fraunhofer Forscher die Veränderungsprozesse ausgewählter Städte. Der ermittelte globale Status Quo soll die Basis für die Erforschung eines bedarfsorientierten Transformationsprozesses für die Stadt von Morgen sein.

Im März 2012 hat die Bundesregierung die CO2-neutrale und energieeffiziente Stadt der Zukunft zum zentralen Thema der deutschen Hightech-Strategie 2020 gemacht. Das Forschungsprojekt „Morgenstadt“ erforscht Strategien und Wege dahin.

Das Innovationsnetzwerk „Morgenstadt: City Insights“ synchronisiert die Interessen von Industrie, Städten und Forschung in diesem Themenfeld und leitet Systeminnovationen, Geschäftsmodelle und Kooperationsstrategien ab. Zu diesem Netzwerk haben sich zwölf Fraunhofer-Institute zusammengeschlossen.

Bis Oktober 2013 evaluieren interdisziplinäre Teams die sechs Städte Berlin, Freiburg, Kopenhagen, Tokyo, Singapur und New York. Auf Grundlage dieses Vergleichs entwickeln sie einen globalen Kriterienkatalog für die Transformation dieser Städte auf dem Weg zu einem nachhaltigen Stadtsystem. Im Anschluss werden in einer nächsten Projektphase Konzepte und Ideen samt ihrer Umsetzungsprozesse detailliert und beispielhaft in Zusammenarbeit mit deutschen und internationalen Industriepartnern, Dienstleistern und Kommunen umgesetzt.

Interviews mit Experten aus den genannten Städten dienen dazu, vor Ort eingesetzte Technologien und Geschäftsmodelle sowie Problemstellungen zu bewerten. Für jede Stadt wird eine Studie erstellt, die Erfolgsfaktoren der jeweiligen Transformationsstrategie untersuchen. Dabei werden auch Entwicklungspotenziale im technologischen und organisatorischen Bereich und konkrete Ansatzpunkte für weiterführende Systeminnovationen aufgezeigt.

In einer abschließenden Phase fassen die Forscher die Ergebnisse aus jedem Sektor zusammen und setzen sie in Verbindung mit systemischen Entwicklungspotenzialen. Damit soll eine konkrete Grundlage für die Entwicklung weiterführender gemeinsamer Projekte geschaffen werden.

Energiekonzepte für die Morgenstadt

Die Grundidee für das Stadtkonzept im Forschungsprojekt „Morgenstadt“ ist, dass ein Großteil der Prozesse CO2-neutral sein sollen und nahezu keine Energieversorgung von außen benötigen wird. Dazu sollen Multi-Energy-Smart-Grids intelligent Energieerzeugung und -verbrauch der verschiedenen Energieträger verknüpfen. Ein hybrider Energiespeicher wird alle Speichermedien virtuell miteinander vernetzt und ausbalanciert. Aus Abwasser wird die Wärme zurückgewonnen. In dezentralen Kläranlagen wird Biogas zur Energieversorgung erzeugt. Weitere Informationen zur Initiative „Morgenstadt“ enthält die Projekt-Website der Fraunhofer-Gesellschaft.

(fr)

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