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Das Team der Hochschule Rosenheim freut sich riesig über den zweiten Platz im Wettbewerb Solar Decathlon Europe 2010.
© Solar Decathlon Europe, Javier Alonso Huerta
Solar Decathlon Europe 2010 in Madrid
30.06.2010

Der Beitrag der Hochschule Rosenheim erreichte den 2. Platz
© Hochschule Rosenheim, Oliver Pausch

Das Gebäude der Hochschule Stuttgart erreichte den 3. Platz
© Solar Decathlon Europe, Javier Alonso Huerta

Gebäude der Universität Wuppertal.
© Bergische Universität Wuppertal

Beitrag der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
© Solar Decathlon Europe, Javier Alonso Huerta

Deutsche Teams ergattern Spitzenplätze

In Madrid wurden letzten Sonntag die Sieger des Solar Decathlon Europe ausgezeichnet. Die 17 internationalen Hochschulteams hatten in zehn Wettbewerbstagen viele Einzelwertungen und umfangreiche messtechnische Evaluierungen zu bewältigen. Jetzt stehen die Gewinner im „internationalen Gebäude-Zehnkampf“ fest. Den ersten Platz konnte die Virginia State University (USA) erringen. Die Plätze zwei und drei belegten die deutschen Hochschulteams aus Rosenheim und Stuttgart.

Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus: In mehr als 30 Einzelwertungen erreichte das Gebäude der Virginia Polytechnic Institute & State University 811,83 Punkte. Auf Platz 2 folgt der Beitrag der Hochschule Rosenheim mit 810,96 Punkten. Dieses Gebäude konnte zudem erste Preise in den Einzeldisziplinen „Elektrische Energiebilanz“, "Komfort und Raumklima" und „Funktionsfähigkeit der Gebäudetechnik“ erzielen sowie einen dritten Preis für seine Architektur und einen Extrapreis für das Beleuchtungskonzept. Platz 3 belegt die Hochschule für Technik Stuttgart mit 807,49 Punkten. Das Gebäude aus Stuttgart erzielte zudem erste Preise in den Einzeldisziplinen „Innovation“ und „Planung und Konstruktion“.

Der Wettbewerb "Solar Decathlon Europe 2010" wurde vom spanischen Wohnungsbauministerium in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Energieministerium veranstaltet. Etwa 190.000 Besucher besichtigten die „Villa Solar“ als Austragungsort des Solar Decathlon Europe 2010. Aus Deutschland beteiligten sich vier Hochschulen an dem Wettbewerb: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (Platz 10), die Hochschule für angewandte Wissenschaften Rosenheim (Platz 2), die Hochschule für Technik Stuttgart (Platz 3) und die Bergische Universität Wuppertal (Platz 6). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie war Schirmherr der deutschen Wettbewerbsteilnehmer und hat die Hochschulprojekte im Rahmen der Energieforschung gefördert.

Insgesamt 17 Universitäten aus Europa, Amerika und Asien konkurrierten mit eigens entwickelten, innovativen Prototypen um das beste Wohnhaus der Zukunft. Die Gewichtung der Ergebnisse war so konzipiert, dass die Punktevergabe einerseits auf den Zusammenhängen von quantitativen und objektiven Kriterien erfolgt und andererseits auch qualitative und subjektive Vorgaben erfüllt sein müssen. Das Regelwerk des Solar Decathlon Europe ist auf die ursprünglichen, amerikanischen Wettbewerbsregeln aufgebaut. Hinzugekommen sind die Bewertungspunkte für Innovation und Nachhaltigkeit des Konzeptes.

Kurzinformation zu den einzelnen Beiträgen

Platz 2: Hochschule Rosenheim

Mit der variablen und im Boden versenkbaren »Zacken-Fassade«, einem völlig neu entwickelten Fassaden- und Sonnenschutz-Design, erhält das Gebäude der Hochschule Rosenheim einen Sonnenschutz, der sich im Laufe des Tages und im Jahresverlauf den Anforderungen anpassen kann.

Platz 3: Hochschule für Technik Stuttgart

Das Gebäude der Hochschule Stuttgart basiert auf einem kompakten Gebäudevolumen, das in einzelne Module aufgeteilt wird, die mit etwas Abstand zueinander angeordnet werden. Die entstehenden Fugen dienen der Belichtung, der Belüftung, der Vorwärmung im Winter und der passiven Kühlung im Sommer.

Platz 6: Bergische Universität Wuppertal

Beim Gebäude der Uni Wuppertal definieren zwei solaraktive Wandscheiben einen funktional offenen Raum. Ein auf den Wandscheiben aufliegendes Tragwerk überspannt den Innenraum stützenfrei und bildet den oberen Gebäudeabschluss sowie einen Dachpatio. Die Fassade kann im unteren Bereich nach West und Ost über Glasschiebeelemente vollständig zum Außenraum geöffnet werden.

Platz 10: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Das Gebäude der Hochschule Berlin fällt auf mit seiner fast schwarzen Gebäudehülle. Das architektonische Konzept orientiert sich an der traditionellen mitteleuropäischen Gebäudetypologie eines Einfamilienhauses, das durch zwei Lichtachsen in Nord-Süd und Ost-West Richtung aufgebrochen wird.

Weitere Informationen zum Solar Decathlon Europe 2010

Weitere Informationen zum Wettbewerb Solar Decathlon Europe 2010 finden sich auf enob.info in Text- und Filmbeiträgen.

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