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Bundesregierung zieht erstes Resümee
07.08.2012

Ein Jahr 6. Energieforschungsprogramm

Vor einem Jahr legte die Bundesregierung ihr neues Energieforschungsprogramm „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ vor. In dieser Zeit wurden mehr als 900 Forschungsprojekte mit rund 550 Millionen Euro gefördert. Als eine der ersten Maßnahmen zur Umsetzung des Energiekonzepts zielt das Programm auf die Stärkung der technologischen Grundlagen zur Energiewende. Die vier beteiligten Bundesministerien ziehen nun ein erstes Resümee.

Das 6. Energieforschungsprogramm wurde von den vier Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi), für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie für Bildung und Forschung (BMBF) vor einem Jahr verabschiedet. Inzwischen wurden mehr als 900 Projekte mit rund 550 Millionen Euro gefördert. Die Bundesregierung liegt damit zeitlich voll im Plan. Weitere 215 Millionen Euro steuerte die Wirtschaft als Eigenmittel bei. Für die erste gemeinsame Forschungsinitiative „Energiespeicher“ haben die drei Bundesressorts BMWi, BMU und BMBF 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Etwa 400 eingegangene Vorschläge, von denen mehr als 60 bereits bewilligt sind (BINE berichtete), zeigen das hohe Interesse der Wirtschaft und Wissenschaft. Gefördert wurden zum Beispiel vom BMELV wichtige Speicherfunktionen der Biomasse durch die intelligente Vernetzung von Biogasanlagen.
Nächster gemeinsamer Schwerpunkt ist das Thema Netze: In der Plattform „Zukunftsfähige Energienetze“ wurde die Anpassung der Anreizregulierung zur Berücksichtigung von Forschungsaktivitäten vereinbart, was die Rahmenbedingungen für den Einsatz innovativer Technologien beim anstehenden Netzausbau verbessert.
Auf Initiative Deutschlands und mit Unterstützung durch die EU-Kommission wurde das „Berliner Modell“ für europäische Forschungskooperationen entwickelt. Es beschleunigt die unbürokratische Umsetzung des europäischen Strategieplans für Energietechnologien (SET-Plan).
Die Bundesregierung hat mit dem verabschiedeten Energieforschungsprogramm vor einem Jahr die Mittel für das 6. Energieforschungsprogramm auf 3,5 Milliarden Euro (für 2011 bis 2014) aufgestockt. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 75 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode von 2006 bis 2009. Dieses Plus wird mit 684  Millionen Euro zum größten Teil aus dem in 2011 eingerichteten Energie- und Klimafonds finanziert. Die Schwerpunkte sind erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Speicher und Netze. 2014 will die Bundesregierung fast 80 Prozent ihres Forschungsbudgets in diese vier für die künftige Energieversorgung Deutschlands wichtigen Felder investieren.

Das 6. Energieforschungsprogramm „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung” ist als Broschüre erhältlich und steht online als Download bereit.

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