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Hocheffiziente Dampfkraftwerke
09.10.2009
 


Forschung für emissionsarme Kraftwerke

Am 6. und 7. Oktober 2009 standen Status und Perspektiven von hocheffizienten Dampfkraftwerken sowie CO2-Abtrennverfahren im Mittelpunkt eines Fachseminars der Energieforschung. Rund 80 Teilnehmer aus der Industrie sowie von Energieversorgern und Hochschulen nutzten die zweitägige Veranstaltung der AG2 "Dampfkraftwerke" der COORETEC-Initiative zum intensiven Erfahrungsaustausch. COORETEC, eine Abkürzung für "CO2-Reduktions-Technologien", ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Ziel ist die Förderung von Forschung und Entwicklung hocheffizienter Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen. In den nächsten Jahren werden in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern neue Kraftwerke errichtet werden müssen, um bestehende Kraftwerke zu ersetzen, die aus Altersgründen außer Betrieb gehen werden.

"Energieforschungspolitik 2010: Quo Vadis?" Mit einem übergreifenden Ausblick eröffnete Dr. Knut Kübler aus dem BMWi die zweitägige Veranstaltung: "Die Energieforschungspolitik der Bundesregierung folgt heute einem Förderkonzept mit klaren Schwerpunkten. Dazu gehört der Bereich moderner Kraftwerkstechnologien. Nur mit neuen und innovativen Technologien wird es möglich sein, die Stromversorgung Deutschlands im 21. Jahrhundert zu sichern".

Technologien zur Effizienzsteigerung von Dampfkraftwerken bildeten den Schwerpunkt des ersten Tages. Mit höheren Arbeitstemperaturen  und -drücken erreichen neue Kraftwerkstypen hohe Wirkungsgrade – allerdings steigen die Anforderungen an das Betriebsverhalten und die Korrosionsfestigkeit der Werkstoffe.

Der zweite Tag war der CO2-Abtrennung gewidmet. Im Fokus standen insbesondere die dem Verbrennungsprozess nachgelagerten CO2-Abscheideverfahren. Diese  sind mittlerweile technologisch weit entwickelt und können bereits in naher Zukunft eingesetzt werden. Neben Betriebserfahrungen aus Pilotanlagen wurden über Verbesserungen bei den Waschflüssigkeiten sowie alternative Verfahren der zweiten Generation berichtet. Bei der Besichtigung einer Pilotanlage zur CO2-Abtrennung am Kraftwerksstandort Staudinger und der Carbonate Looping Versuchsanlage an der TU Darmstadt konnten die Teilnehmer sich vom erreichten Entwicklungsfortschritt überzeugen.

Zum Hintergrund

Derzeit liefern Braun- und Steinkohlenkraftwerke etwa die Hälfte des Stroms in Deutschland. In den kommenden Jahren muss ein beträchtlicher Anteil dieses Kraftwerksparks ersetzt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium geht davon aus, dass Großkraftwerke auf Kohlenbasis auch auf absehbare Zukunft im Energiemix unverzichtbar sein werden. Die COORETEC-Initiative ist Teil des 5. Energieforschungsprogramms "Innovation und Neue Energietechnologien" der Bundesregierung. COORETEC verfolgt folgende Strategielinien:

  • Effiziente Umwandlung fossiler Energieträger in Kraftwerken
  • Abscheidung und Transport von CO2 mit dem Ziel einer langfristigen und sicheren Speicherung in geologischen Formationen.

 

Weitere Informationen und Publikationen

Weitere Informationen zur Kraftwerksforschung finden sich unter www.cooretec.de. Dort kann unter anderem die Broschüre „Leuchtturm COORETEC - Der Weg zum zukunftsfähigen Kraftwerk mit fossilen Brennstoffen“ herunter geladen werden.
Zum Thema sind beim BINE Informationsdienst folgende Infos erschienen: