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Zwei neue Planungswerkzeuge online
13.08.2010

"Mit der Sonne rechnen"

Hausbesitzer, die eine Solaranlage zur Strom- oder Wärmeerzeugung installieren wollen, können jetzt zwei neue Planungsinstrumente online nutzen. Sowohl der von der EnergieAgentur.NRW entwickelte Photovoltaik-Rechner als auch die „Solar-Toolbox“ für thermische Solaranlagen der Schweizer Solarcampus GmbH werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Beide Programme sind auch von Laien für eine erste Orientierung einsetzbar. Sie führen selbsterklärend durch Menüs, die nur wenige Eingaben erfordern.

PV.rechner

Mit dem Online-Rechner der EnergieAgentur.NRW lässt sich überprüfen, ob sich die Investition in eine Photovoltaik-Anlage an einem konkreten Gebäude lohnt.  Der Nutzer erhält eine Abschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die für die Planung eine erste Orientierung gibt.

Aus den Gebäudedaten, der geplanten Anlagenfläche und der Modulart sowie der Finanzierung errechnet das Programm tabellarisch die solaren Erträge, die finanziellen Erlöse sowie die Betriebskosten. Anschaulich zeigt eine Grafik den Verlauf der Kosten und der Erlöse über die Jahre. Die Fläche, die sich zur Abschätzung angeben lässt, ist auf maximal 250 Quadratmeter begrenzt, da der PV-Rechner für Gebäude von Privatpersonen konzipiert ist.

Das Tool ist in Kooperation mit dem Wetterdienst Meteomedia energy entstanden. Es greift auf die Strahlungsdaten von 780 Meteomedia-Stationen in Deutschland zurück.

Solar-Toolbox für thermische Solaranlagen

Die „Solar-Toolbox“ simuliert thermische Solaranlagen sowohl zur Warmwasserbereitung als auch zur kombinierten Heizungsunterstützung für beliebige Standorte in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Es berücksichtigt dabei die Ausrichtung und Neigung des Daches genauso wie die Wärmedämmung des Gebäudes und die Anzahl der Bewohner. Aus den Daten ermittelt das Programm einen Dimensionierungsvorschlag für die Anlage und berechnet die zentralen Kenngrößen wie z. B. den erwarteten Solarertrag, die daraus resultierende Brennstoffeinsparung und den solaren Deckungsanteil. Zusätzlich stehen dem Nutzer Simulationsergebnisse wie Kollektortemperaturen, Speichertemperaturen, Energieflüsse und CO2-Ausstoss tabellarisch und grafisch zur Verfügung.

Bereitgestellt wird die „Solar-Toolbox“ von der Solarcampus GmbH, einem Spin-off Unternehmen der Hochschule für Technik in Rapperswil.

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