Das Stromnetz wird interaktiv
Der Stromableser klingelt nicht mehr. Die Verbrauchsdaten bekommt er in Echtzeit per E-Mail vom Smart Meter ins Büro geliefert. Dieser intelligente Zähler markiert den Einstieg in das interaktive Netz. Die neuen standardisierten Geräte können weit mehr als Verbräuche summieren. Sie übernehmen die Funktion eines Steuerungs- und Informationsknotenpunkts. Mit ihnen lassen sich die aktuellen Verbrauchsdaten dazu nutzen, je nach Stromangebot und Netzbelastung Maschinen und Stromerzeugungsanlagen zu steuern. Sie sind die Voraussetzung für die Nutzung variabler Tarife.
Die bisherigen mechanischen Zähler mit Drehscheibe sind reif fürs Museum. Ihr Betrieb ist personal- und kostenaufwendig. Noch erfassen selbst bei Großkunden vor allem solche alten Lastgangzähler den Verbrauch; sie erstellen lediglich ein Lastprofil, das in die Strompreisberechnung einfließt.
Doch für das Smart Grid, das interaktive Energienetz der Zukunft, werden leistungsfähigere Zähler gebraucht. Sie sind darauf ausgelegt, bidirektional zu kommunizieren und ein modernes Lastmanagement und optimiertes Verbrauchsverhalten zu unterstützen. Diese Zähler kommen mit der schwankenden Stromerzeugung aus regenerativen Quellen klar und koordinieren Erzeugung, Verbrauch und Speicherung von Energie. Sie ermöglichen flexible, last- und angebotsabhängige Tarife, die seit 2010 vom Energiewirtschaftsgesetz gefordert werden.
Adressen
Zählung und Energiedaten
EnBW AG
Zähldatenmanagement
E.ON Netz GmbH
TC Zählerwesen, Gerätetechnik
RWE Rhein-Ruhr Netzservice GmbH
Geräte- und Zählerhersteller
Landis+Gyr GmbH
Kommunikationsgeräte
Dr. Neuhaus Telekommunikation GmbH
Softwareentwicklung
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Beratungs- und Softwareunternehmen
Emsycon GmbH
Messtechnik
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Downloads
Broschüre von SyM²
(10 Seiten, 2,6 MB, PDF)
Produktprospekt der Landis+Gyr AG
(6 Seiten, 618 kB, PDF)
Informationen der dena über Smart Metering
( 3 Seiten, 77 kB, PDF)

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