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Diskussion um neue Akzente für die Forschung
28.05.2009
 


Fachkonferenz Energietechnologien 2050

Am vergangenen Dienstag kamen in Berlin etwa 130 Experten aus Forschungsinstitutionen, forschungsorientierten Unternehmen und der Politik zusammen, um über die Perspektiven der Energieforschung in Deutschland zu diskutieren. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hatte zu dieser Fachkonferenz nach Berlin geladen, um die Zwischenergebnisse der aktuellen Studie „Energietechnologien 2050 – Schwerpunkte für Forschung und Entwicklung“ vorzustellen und zu diskutieren. Bei der Veranstaltung ging es um eine Positions- und Richtungsbestimmung für die Energieforschung.

Die seit August 2008 in Arbeit befindliche Studie beleuchtet bestehende Forschungsfelder und neue Forschungsthemen. Damit sollen die Grundlagen für eine Feinjustierung der forschungspolitischen Ausrichtung und Prioritätensetzung gelegt werden. Konkret geht es um die Vorbereitung des neuen Energieforschungsprogramms der Bundesregierung.

Für Dr. Knut Kübler, Leiter des Referats Energieforschung im BMWi, ist die Energiefrage die zentrale Herausforderung für die Menschheit. Energieforschung müsse heute flexibler als bislang auf die (neuen) Herausforderungen reagieren, ohne dabei die langfristigen Ziele aus den Augen zu verlieren.

Zunächst wurden von Prof. Eberhard Umbach (Forschungszentrum Karlsruhe) und Prof. Thomas Hartkopf (TU Darmstadt) in perspektivischen Beiträgen die grundsätzlichen Möglichkeiten und Notwendigkeiten für die Energieforschung skizziert. Danach präsentierte Prof. Martin Wietschel (Fraunhofer ISI) die Studie „Energietechnologien 2050 – Schwerpunkte für Forschung und Entwicklung“ mit Zielsetzung, Beteiligten und Methodik. Die Ergebnisse der einzelnen Teilbereiche wurden anschließend im Detail vorgestellt: Für die Kraftwerkstechnologien (Dr. Peter Markewitz, Forschungszentrum Jülich), für den Bereich Brennstoffzellen und Wasserstoff (Ulf Birnbaum, Forschungszentrum Jülich), für die Erneuerbaren Energien (Dr. Wolfram Krewitt, DLR), für die Speichertechnologien (Dr. Christian Dötsch, Fraunhofer Umsicht), für Elektrische Netze und Elektromobilität (Prof. Armin Schnettler, RWTH Aachen), für Energieeffizienztechnologien in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (Dr. Harald Bradke, Fraunhofer ISI) und für gebäudebezogene Energieeffizienz (Dr. Hans-Martin Henning, Fraunhofer ISE).

In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Prof. Fritz Vahrenholt (RWE Innogy), Dr. Wolfram Münch (EnBW), Dr. Michael Weinhold (Siemens), Dr. Christian Mohrdieck (Daimler), Klaus-Dieter Rennert (Hitachi Power Europe) und Dr. Reinhard Jank (Volkswohnung Karlsruhe) über die Erwartungen und möglichen Beiträge der Wirtschaft zur Forschung in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien.

Die Vorträge der Fachkonferenz und erste Ergebnisse der Studie „Energietechnologien 2050 – Schwerpunkte für Forschung und Entwicklung“ sind abrufbar unter www.energietechnologien2050.de.