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Abb.2: Ausgewählte Gebäudekennwerte.
© BINE Informationsdienst

Abb.3: Schnitt durch das erweiterte Gebäude
© Engelhardt & Bauer, Karlsruhe

Abb.4: Das Stahlgerüst wird auf dem entkernten Bestand errichtet.
© Planungsbüro Arche, Oberhausen-Rheinhausen

Ausgangszustand und Maßnahmen am Gebäude

Ausgangszustand

Die Druckerei besteht aus einem dreigeschossigen Bürogebäude und einem damit verbundenen, ebenfalls für Bürozwecke genutzten Flachbau, an den wiederum die Produktionshallen anschließen. Durch die Idee, für die notwendige Erweiterung den Flachbau aufzustocken, konzentrierte sich die Baumaßnahme nur auf diesen Gebäudeteil. Die Missstände dort waren offenkundig: Obwohl die für eine Druckerei typischen Geräte wie Plotter und Hochleistungskopierer überwiegend im Arbeitsbereich standen, gab es kein Lüftungssystem. Im Sommer wie im Winter mussten deshalb die Fenster häufig geöffnet werden. Darüber hinaus kam es im Sommer zu großen Temperaturschwankungen im Tagesverlauf und zu hohen Temperaturspitzen. Auch die Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze ließ zu wünschen übrig. Das deshalb ständig eingeschaltete Kunstlicht erhöhte zusätzlich die Wärmebelastung.

Maßnahmen am Gebäude

Zuerst wurde der Flachbau entkernt und die Fassade abgerissen. Ohne die abgehängte Decke bietet das Erdgeschoss nach der Sanierung höhere und hellere Arbeitsplätze. Die Betondecke wird als thermische Speichermasse nutzbar. Um die statischen Lasten möglichst gering zu halten, wurde auf den Rohbau eine Stahlkonstruktion in Leichtbauweise gesetzt. Die Maßnahme bot die Chance, vor die bestehende Struktur einen offen gestalteten Eingangsbereich zu setzen und damit nicht nur die Belichtungs- und Erschließungssituation zu verbessern, sondern auch eine freie Gebäudelüftung zu ermöglichen. Eine Glasfassade öffnet dort das Gebäude über die zwei Geschosse nach Westen. Unerwünschte solare Wärmeeinträge reduziert ein außen liegender Sonnenschutz. Die zweigeteilten Behänge verbessern die Möglichkeit, mit Tageslicht zu arbeiten, ohne geblendet zu werden. Die Fenster bieten durch eine Zweifach-Wärmeschutzverglasung in Verbindung mit einem gut dämmenden Rahmen einen U-Wert von 1,4 W/m²K. Die Fassade aus stark wärmegedämmten Sandwichelementen erreicht 0,3 W/m²K.

 

 
Inhaltsübersicht Projektinfo 01/2009:
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Adressen

Bauherr/Projektadresse
E & B Engelhardt & Bauer

Energiekonzept
Fraunhofer ISE

Links

Projektpräsentation der
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