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Abb. 7: Endenergiekennwerte (bezogen auf die beheizte NGF von 21.875 m2)
© BINE informationsdienst

Abb. 8: Primärenergiebilanz: Ausgangswerte, Zielwerte und erreichte Werte
© fbta, Karlsruhe

Messergebnisse

Insgesamt ist der Endenergieverbrauch im Jahr 2007, über das sich auch die Inbetriebnahme hinzog, noch hoch – besonders für Lüftung und Heizung. Einfluss auf die Ergebnisse hat die deutlich längere Nutzungszeit einiger Bereiche: beispielsweise wird die Halle häufiger für Veranstaltungen genutzt als erwartet. Die Lüftungsanlage dort erreichte im Jahr 2007 ca. 2.000 statt angenommener 600 Volllaststunden.

Beleuchtung

Durch die Effizienzmaßnahmen sank der Energieverbrauch für Beleuchtung um ca. 70%. Dies entspricht den Berechnungen. Messungen zeigen, dass die tageslichtabhängige Kunstlichtregelung in den Büros gut funktioniert. Da der Planwert noch vergleichsweise hoch ist, wird an weiteren Verbesserungen gearbeitet: So wurden beispielsweise in den Fluren die Zeitschaltprogramme durch eine Regelung über Präsenzmelder ersetzt.

Lüftung

Die Luftförderung verbraucht fast doppelt so viel Energie wie berechnet. Als eine Ursache wurde festgestellt, dass der zentrale Abluftventilator auch in Nächten während der Heizperiode Strom verbraucht und somit einen Luftwechsel induziert. Außerdem wurde die Regelung noch nicht wie vorgesehen umgesetzt: Einige Ventilatoren liefen lange Zeit unbemerkt im Dauerbetrieb statt zeitgesteuert. Im Juli 2008 wurde die Regelungsstrategie korrigiert, wodurch beispielsweise der Verbrauch einer Abluftanlage um 60% sank.

Heizung

Ein Grund für den hohen Verbrauch von 145 kWh/m²a ist die durchschnittliche Raumtemperatur in den Büros von 22 °C, die 2 Kelvin über den Annahmen liegt. Ausgehend von 20 °C, erhöhte sich bereits der Heizwärmebedarf in der Prognose von 43 auf 50 kWh/m²a (Endenergie). Einen Anteil haben auch die Aufzugsschächte, die aufgrund des Brandschutzes auf dem Dach zur Außenluft geöffnet waren. 2008 wurden hier Jalousieklappen eingebaut. Laut Berechnungen senkt das die Infiltrations-Luftwechselrate um 0,1 pro Stunde und die benötigte Heizenergie um 7 kWh/m²a.

Kühlung

Auch der Endenergieverbrauch für die Kühlung liegt über den Vorhersagen. Zwei Absorptionskältemaschinen arbeiteten 2007 aufgrund von technischen Problemen und langen Wartezeiten für Ersatzteile nicht. Die übrigen beiden lieferten nur 27% der Kühlenergie, den Rest übernahmen die elektrisch betriebenen Kompressionskältemaschinen. 2009 sollen die defekten Absorptionskältemaschinen wieder in Betrieb gehen. Im Vorstandsbereich wird vornehmlich energieintensiv über die Zuluft gekühlt, seltener über die Kühldecken. Hier müsste die Regelungsstrategie angepasst werden.

Primärenergiebilanz

Die relativ neuen Anlagen stellten die Wärme auch vor der Sanierung schon effizient und ressourcenschonend zur Verfügung. Aufgrund von Bauarbeiten im Gebäude und der Umstrukturierung zu einem Verbund konnten 2007 weder die BHKWs noch die Absorptionskältemaschinen im vorgesehenen Umfang eingesetzt werden – die BHKWs lieferten nur 22% der Heizenergie. So wurde der geplante Primärenergiekennwert zunächst nicht erreicht.

Benutzerkomfort

Sechs Büroräume wurden messtechnisch untersucht. Als einwandfrei erwies sich die Luftqualität, ermittelt über die CO2-Konzentration. Die Luftfeuchtigkeit, die die Hälfte der Zeit unter 35% liegt, ist hauptsächlich im Winter kritisch niedrig. Auch die Raumlufttemperaturen lassen noch zu wünschen übrig: 2007 herrschten über 26 °C an deutlich mehr als den geplanten 60 Stunden während der Arbeitszeit.

 

Adressen

Architektur / Generalplanung / Bauleitung
Architekturbüro RKW

Bauherr/ Projektadresse
KfW Bankengruppe

Energiekonzept/Simulation
ip5

Monitoring und Evaluierung
fbta, Universität Karlsruhe

Downloads

Adressen
(3 Seiten, 66 kB)

Monitoringbericht der TU Karlsruhe
(33 Seiten, 2,0 MB)

 

Links

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB

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