Lüftung, Kühlung und Heizung
Vor der Sanierung wurden Vorstandsbereich, Konferenz- und Serverräume klimatisiert. Die Belüftung der Standardbüros erfolgte ausschließlich über die Fenster. Niedrige Deckenhöhen und zahlreiche Unterzüge standen der Realisierung einer energieeffizienten, zentralen Zu- und Abluftanlage im Weg, so dass die Zuluft auch weiterhin über die Fassade in das Gebäude gelangt. Allerdings ist die Lösung nun komfortabler und energieeffizienter: Oberhalb jeden zweiten Fensters befindet sich ein motorisch gesteuerter Zuluftspalt. Seine außentemperaturabhängige Regelung verringert Energieverluste an kalten und den zusätzlichen Wärmeeintrag an warmen Tagen. Die Abluft wird durch die Schattenfugen der abgehängten Decken über Kanäle in jedem Turm zentral abgesaugt. Die Betondecken als thermische Speichermasse freizulegen, war aus schall- und brandschutztechnischen sowie gestalterischen Aspekten nicht zweckmäßig. Deshalb besitzen alle Büros Kühldecken. Ergänzt durch sommerliche Nachtlüftung konnte deren Auslegung und Betriebszeit gering gehalten werden. Nur wenige Bereiche mit erhöhten Kühllasten sind vollklimatisiert. Zur Beheizung der Büroräume dienen konventionelle Radiatoren.
Bereits seit 1997 ergänzen drei Blockheizkraftwerke die zwei bestehenden Gaskessel zur Beheizung der Hochhaustürme und eines weiteren Bürogebäudes. Im Rahmen der Sanierung wurden die Gaskessel durch Brennwertkessel ersetzt. Vier Absorptionskältemaschinen nutzen die Abwärme der BHKWs oder, wenn notwendig, auch die Kessel zur Erzeugung der Kälte. In der Sommerperiode werden außerdem Kompressionskältemaschinen zugeschaltet. Um die Kälte- und Wärmeerzeuger bedarfsabhängig immer optimal zu betreiben und so die Primärenergiebilanz zu verbessern, hat der Bauherr die Anlagen der Liegenschaft zu einem Verbund zusammengeführt. Entscheidend wird der Beitrag der BHKWs sein – aufgrund der Gutschrift für die Stromerzeugung sowie der Abwärmenutzung zur Kälteerzeugung.
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Architektur / Generalplanung / Bauleitung
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ip5
Monitoring und Evaluierung
fbta, Universität Karlsruhe



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