Forschen mitten im Meer
Große Teile des deutschen Strombedarfs sollen künftig aus Windparks im Meer kommen, um dort die günstigen Windverhältnisse zu nutzen. Technisch und ökonomisch ist das Neuland und findet in empfindlichen Biotopen statt. Drei weitgehend ferngesteuert arbeitende Forschungsplattformen in Nord- und Ostsee (FINO) wurden errichtet. Dort wird als ein Schwerpunkt untersucht, wie sich der Wind über der See tatsächlich verhält und wie viel Strom sich so erzeugen lässt. Die Daten fließen in Planung, Auslegung und Zertifizierung künftiger Parks ein.
Mitten im Meer herrscht oft ein raues Klima, selbst für Windenergieanlagen, die bereits standardmäßig aus sehr hochwertigen Komponenten gefertigt werden. Für den Einsatz auf See müssen die Anlagen daher speziell angepasst und ausgelegt werden. Nur so können sie Wind, Wellen und der salzhaltigen Atmosphäre verlässlich standhalten, ohne dass zu häufig Techniker per Schiff oder Hubschrauber außerhalb der normalen Wartungsintervalle zu Reparaturen anrücken müssen.
Die Zuverlässigkeit der Anlagen ist für den geplanten massiven Ausbau und die Wirtschaftlichkeit von Offshore-Windparks ein wichtiger Faktor. Um für Auslegung und Betrieb exakte Planungsdaten zur Verfügung zu haben und Wissenslücken zu schließen, wurden die automatischen, mit wissenschaftlichem Messinstrumentarium bestückten Forschungsplattformen FINO 1 (2003 Nordsee), FINO 2 (2007 Ostsee) und FINO 3 (2009 Nordsee) errichtet.
- Forschen mitten im Meer
- Interdisziplinäre Projekte
- Die Plattformen im Überblick
- Ausbauziele bis 2030
Adressen
Koordination FINO 1 & FINO 2
Germanischer Lloyd – Garrad Hassan Deutschland GmbH, Hamburg
Koordination FINO 3
Forschungs- und Entwicklungszentrum der FH Kiel GmbH
Downloads
Zusatzinformationen FINO 1
(15 Seiten, 2,2 MB)
Zusatzinformationen FINO 2
(20 Seiten, 1,7 MB)
Zusatzinformationen FINO 3
(22 Seiten, 4,2 MB)
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