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Forschungsprojekt startet bundesweite Vernetzung
Projektinfo 01/2011

Abb. 1: Regionale Verteilung von 100% EE-Regionen und Starterregionen in Deutschland.
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Auf dem Weg zur Erneuerbaren-Energie-Region

Es gibt bereits mehr als 100 Regionen und meist ländliche Kommunen, die eine nachhaltige Entwicklung auf Basis erneuerbarer Energien vorantreiben. Nach der Erarbeitung individueller Konzepte und Strategien beginnt der langwierige und oft sehr komplexe Weg der Umsetzung. Ein Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums hat diese Regionen seit 2007 konzeptionell und fachlich begleitet. Es wird vom Kompetenznetzwerk deENet und der Universität Kassel durchgeführt und vom Umweltbundesamt beraten. In einer zweiten Projektphase bis 2013 ist eine bundesweite Vernetzung geplant.

Regionale Akteure stellen das Energiesystem ihrer Region oder Kommune um und beginnen, eigenständig zu handeln. Dies ist auch notwendig. Denn die Klimaschutzziele Deutschlands sehen eine Reduktion der Treibhausgase um 40% bis zum Jahr 2020 vor und streben gleichzeitig einen Anteil von 18% erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch an. Die Ziele für den künftigen Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch liegen sogar noch deutlich höher. Der Umbau des Energiesystems kann gerade ländlichen Regionen und wirtschaftsschwachen Kommunen wichtige Impulse verleihen. Er bietet zum Beispiel größere Unabhängigkeit gegenüber steigenden Preisen für fossile Energieträger und stärkt die eigene Planungshoheit. Zusätzlich kann er Einnahmen durch den Eigenbetrieb von Anlagen sowie lokale Beschäftigung schaffen. Hinzu kommt oft ein Imagegewinn: Innovative Projekte mit intensiver Beteiligung werben für eine Region. Sie können einen Beitrag dazu leisten, die Menschen dort zu halten und Neubürger zu gewinnen.

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Entscheidendes Element für den Umbau ist neben Effizienzmaßnahmen die dezentrale Energieerzeugung: Durch eine kombinierte Nutzung verschiedener Technologien wie Wind- und Solarenergie, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme. Energietechnische Insellösungen fernab des Netzverbundes werden im Allgemeinen nicht angestrebt. Vielmehr soll diesen Regionen durch bestehende Strukturen, intelligente Netze (Smart Grids) und geeignete Speichersysteme der immer komplexer werdende Ausgleich von Angebot und Nachfrage ermöglicht werden.

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