Wenn die Stromstärke im Supraleiter die Auslegungsgrenzen übersteigt, bricht der supraleitende Zustand schlagartig zusammen - ein gewollter Effekt bei supraleitenden Strombegrenzern. Jüngst ging im Vattenfall-Kraftwerk im sächsischen Boxberg der erste Strombegrenzer ans Netz, der auf Yttrium-Barium-Kupfer-Oxid-Bandleitern (YBCO) basiert. Zeit für ein erstes Resümee. Professor Dr. Mathias Noe, Leiter des Instituts für Technische Physik (ITEP) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Dr. Joachim Bock, Leiter Vertrieb und Marktentwicklung von HTS-Systemen bei Nexans, ziehen im BINE-Interview eine erste Bilanz. weiter...
BMU-Verbundprojekt: neue Technik für Solarzellenherstellung
Fraunhofer-Forscher des Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) haben mit Lasertechnik den Wirkungsgrad von Silizium-Solarzellen stark gesteigert. Durch die Oberflächenveränderung wird der bisher ungenutzte Infrarotanteil für die Energiegewinnung genutzt. Die mit dem Laser behandelten Flächen werden schwarz, daher spricht man auch von "Schwarzem Silizium" oder "Black-Silicon-Solarzellen".
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In Deutschland vorerst gescheitert ist die Akzeptanz der Technologien zum Abtrennen und Speichern von Kohlendioxid. Darüber waren sich 60 Sozialwissenschaftler und Techniker im Workshop "Akzeptanzforschung zu CCS" am Wuppertal Institut einig. Nicht gescheitert ist die Forschung darüber, wie sich Akzeptanz in der Bevölkerung entwickelt. Für viele Großtechnologien von Windparks bis Hochspannungsnetze besteht die Herausforderung Akzeptanz zu finden ? nicht zuletzt durch Partizipation.
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Nach personellen Veränderungen im Branchenzusammenschluss für ein Rücknahmesystem für Photovoltaikmodule (BINE berichtete) übernahm im September 2011 Wilfried Taetow die Führung des Verbands PV CYCLE. Im BINE-Interview gibt der Vorsitzende Antworten darauf, wie das Recyceln von PV-Modulen in einer Zeit realisiert werden kann, in der die Branche wirtschaftlich unter Druck steht und die EU vorsieht, ausgediente PV-Module in den Geltungsbereich der EU-Elektronikschrott-Verordnung aufzunehmen. weiter...
Für ein Verfahren, das mit Hilfe von Kalk aus schadstoffreichen Abfällen und Biomasse reines Synthesegas herstellen kann, hat eine Projektgesellschaft der Fels-Werke GmbH aus Goslar den Innovationspreis für Klima und Umwelt gewonnen. Das Bundeswirtschaftsministerium förderte das Projekt mit 4,5 Millionen Euro. Seit 2009 geht der Preis an Ideen aus Deutschland, die zum Klima- und Umweltschutz beitragen und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort vorantreiben.
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Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Bystronic Glass ein neues Verfahren zur PV-Modulproduktion entwickelt. Das sogenannte "TPedge-Modul" hat die mechanische Last-und Hagelprüfung mit Erfolg durchlaufen. Das punktuelle Fixieren der Zellmatrix und eine Glasrandversiegelung sind dabei kennzeichnend für die Modultechnologie.
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Spezielle Mikroorganismen können das Kohlendioxid (CO2) in Rauchgasen aus Braunkohlenkraftwerken direkt als "Futter" verwerten und selbst bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius wachsen. Das ist das Zwischenergebnis der Forschungskooperation zwischen einem Stromproduzenten und einem Biotechnologieunternehmen im Kraftwerk Niederaußem nahe Köln.
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BMU fördert Verbundprojekt in großen Offshore-Windparks
Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erforscht im Verbundprojekt "GW Wakes" Windströmungen in sehr großen Offshore-Windparks mit 100 und mehr Anlagen, um die Windstromerzeugung auf See kalkulierbarer zu machen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert das Projekt über drei Jahre mit rund 3,8 Millionen Euro. weiter...
Testfamilie prüft ein Einfamilienhaus auf Hertz und Watt
Berlin hat jetzt ein Haus, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Dabei ist der Betrieb eines Elektromobils schon inbegriffen. Pro Jahr soll das Haus 16.000 kWh produzieren und überschüssige Stromerträge ins Netz einspeisen. Das Gebäude ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Ende 2010 durchgeführt hat. Eine vierköpfige Familie wird ab März 2012 das sogenannte "Effizienzhaus Plus" mit den dazugehörigen Elektrofahrzeugen 15 Monate im Alltag bewohnen und testen. weiter...
Finanzierungsvertrag für Marokkos Solarplan unterzeichnet
Deutschland unterstützt den Bau des ersten großen solarthermischen Kraftwerks in Marokko finanziell. Einen entsprechenden Vertrag haben die marokkanische Solarenergieagentur und die KfW-Entwicklungsbank unterzeichnet. Das Kraftwerk mit Parabolrinnenkollektoren soll über eine Leistung von 160 MW verfügen. Durch die ins Konzept integrierten Speicherkapazitäten kann es den Betrieb bis zu drei Stunden nach Sonnenuntergang fortsetzen. Die Errichtung soll 2012 beginnen und rund ein Jahr dauern. Standort ist die Stadt Ouarzazate, am nördlichen Ausläufer der Sahara gelegen. weiter...